Shalom und herzlich willkommen, 

in diesem Beitrag möchte ich mich mit dem Auszug aus Ägypten und der darauf folgenden Wanderung durch die Wüste beschäftigen. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um einen Fahrplan für die Erlösung eines jeden einzelnen Gläubigen. Wir finden dort Sinnbilder, welche verdeutlichen, welcher Prozess notwendig ist, damit ein Jeglicher es auch tatsächlich schafft, in das ewige Leben zu kommen. 

Israels Knechtschaft in Ägypten deutet auf die Knechtschaft der Sünde

Wir beginnen unsere Betrachtung mit der Zeit, als Israel sich in der Knechtschaft Ägyptens befand.

2. Mose 1/8-14:

Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wusste. Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen! Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses. Je mehr sie aber [das Volk] bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, sodass ihnen vor den Kindern Israels graute. Darum zwangen die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zum Dienstund sie machten ihnen das Leben bitter mit harter Zwangsarbeit an Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt zwang.

 

Ägypten ist hier ein Sinnbild für das Exil generell bzw. die Welt. Darüber hinaus herrscht in Ägypten ein Pharao, welcher daran interessiert ist, Israel in Knechtschaft zu halten. Er schreckte dabei nicht davor zurück, das Volk mit Gewalt zu unterdrücken. Ägypten war zur damaligen Zeit die dominierende Weltmacht in der Region. Der Pharao wurde als Gott verehrt und steht somit für die Herrschermacht in der damaligen bekannten Welt. Es ist meiner Meinung nach daher naheliegend, dass man den Pharao als Sinnbild auf den Satan sehen kann, da dieser ebenfalls die Herrschaft über die Welt zugeteilt bekam.

2. Korintherbrief 4/3-4:3:Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verlorengehen; bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.

Lukas 4/5-7:Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören!

Wie wir sehen, hält der Pharao (als Sinnbild auf den Satan) das Bundesvolk Israel in Knechtschaft. Die Knechtschaft wiederum deutet auf die Knechtschaft der Sünde.

Johannes 8/34:

Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.

Römer 6/15-17:

Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.

Zur Erinnerung sei hier noch mal die biblische Definition der Sünde erwähnt. 

1. Johannes 3/4:

Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.

Israel ist Gottes Volk und steht für die Gemeinde Gottes, welche jedoch noch nicht von der Knechtschaft (=Sünde) unter der Herrschaft des Pharaos (=Satan) erlöst wurde. Israel ächzt unter den Lasten der Knechtschaft, kann sich jedoch aus sich heraus nicht von der Macht des Pharaos befreien. Gott erhört die Klagen seines Volkes und beruft Mose, damit er Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausführt. Als Gott sich Mose im brennenden Busch offenbart, gibt er ihm folgenden Auftrag: 

2. Mose 3/9-10:

Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israels ist vor mich gekommen, und ich habe auch ihre Bedrängnis gesehen, wie die Ägypter sie bedrücken. So geh nun hin! Denn ich will dich zu dem Pharao senden, damit du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst!

Mose ist hier als Sinnbild auf Gottes Gesetz zu sehen, die fünf Bücher Mose. Dieser Mose (=Torah) wird nun nach Ägypten (=Exil) geschickt, um Israel (die Gemeinde Gottes) von der Knechtschaft (=Sünde) des Pharaos (=Satan) zu befreien. Das Ziel wird das gelobte Land (=das ewige Leben) sein. Doch wir wissen bereits, dass Mose allein nicht in der Lage war, das Volk in die Freiheit (von der Sünde) zu führen. Erwartungsgemäß verweigerte der Pharao die Freilassung des Volkes, daher ließ Gott zehn Plagen (=Zeit der Drangsal) über Ägypten kommen. Den Ausschlag zur endgültigen Freilassung gab die zehnte Plage. Dort wurde alle Erstgeburt in Ägypten mit dem Tod geschlagen, es sei denn, das Blut des Passahlammes fand sich an der Tür des Hauses. Nur wer das Blut des Lammes an seiner Tür hatte, wurde vom Gericht Gottes verschont.

2. Mose 12/21-23:

Und Mose rief alle Ältesten in Israel zu sich und sprach zu ihnen: Macht euch auf und nehmt euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah! Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten und kein Mensch von euch soll zu seiner Haustür hinausgehen bis zum Morgen! Denn der Herr wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, so wird er, der Herr, an der Tür verschonend vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um zu schlagen.

Erst die Einsetzung des Passahlammes brachte die erhoffte Freilassung aus der Knechtschaft Ägyptens.

4. Mose/Numeri 33:3-4:

Sie brachen auf von Ramses im ersten Monat, am fünfzehnten Tag des ersten Monats; am Tag nach dem Passah zogen die Kinder Israels aus durch höhere Hand, vor den Augen aller Ägypter, während die Ägypter diejenigen begruben, welche der Herr unter ihnen geschlagen hatte, nämlich alle Erstgeborenen; denn der Herr hatte an ihren Göttern Gericht geübt.

Das Passahlamm wiederum ist ein Sinnbild auf unseren Erlöser Yeshua, welcher sein Blut gab, damit die, welche Ihn annehmen, von ihrer Schuld befreit werden.

1. Korinther 5/7:

Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid! Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus.

Das Bekenntnis an Yeshua ist nicht das Ende, sondern der Anfang des Weges zur Erlösung

Ohne Yeshua kann es somit keine Freiheit aus der Knechtschaft der Sünde (=Ägypten) geben. Wie wir zuvor gelesen haben, zog Israel am Tag nach dem Passah aus Ägypten aus. Dies ist für mich vergleichbar mit der Annahme Yeshuas und der Taufe. Israel ist zwar aus Ägypten ausgezogen, doch vor dem Einzug in das gelobte Land lag noch ein weiter Weg vor Israel. Bevor Israel in Gottes Ruhe eingehen konnte,  würden noch viele Prüfungen und Rückschläge folgen. 

Die Zeit in der Wüste ist somit ein Sinnbild auf unserem Weg im Glauben und der Nachfolge. Die Wüstenzeit soll uns zum Einen formen, aber zum Anderen dient diese Zeit auch dazu, auszusortieren. Viele, welche das Blut des Lammes an ihren Türen hatten und ausgezogen sind, haben es nie in das gelobte Land (=endgültige Erlösung) geschafft. Es gab auch nicht wenige Vorfälle, wo Teile des Volkes (= der Gemeinde) in Rebellion gefallen sind. Dies führte zu mitunter drastischen Strafmaßnahmen, und nicht wenige mussten dies mit ihrem Leben bezahlen. 

Entgegen der Irrlehre, welche besagt – “einmal erlöst, immer erlöst” – ist die Bibel eindeutig darin, dass es sehr wohl möglich ist, die einmal erlangte Erlösung in Yeshua wieder zu verlieren. 

Philipper 2/12:

Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern.

Es gibt Instanzen, wo ein ehemals Erlöster auf unwiederbringliche Weise vom Glauben abfallen kann. Dies passiert z.B. dann, wenn man dem Erlöser Yeshua wieder entsagt, nachdem man Ihn zuvor z.B. in Form eines Glaubensbekenntnisses mit anschließender Taufe angenommen hatte. 

Hebräerbrief 6/4-8:

Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit,und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!

Die Bibel weist uns aber nicht nur darauf hin, dass es möglich ist, die einst erlangte Erlösung wieder zu verlieren. Vielmehr prophezeit die Bibel, dass genau das auch passieren wird, und zwar in einem sehr großen Ausmaß.

1. Timotheus 4/1:

Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden

2. Thessalonicher 2/3:

Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens.

Wie wir hier eindeutig sehen können, besteht immer die Möglichkeit, aus der Erlösung zurück in die Verdammnis zu fallen. Dies ist eine Parallele zur Wüstenwanderung nach dem Auszug aus Ägypten. Viele sind dem Ruf gefolgt und haben das Blut des Lammes für sich reklamiert. Doch Aufgrund von Rebellion und Unzufriedenheit haben viele sich von der Nachfolge abgewandt. Dies ging so weit, dass bis auf zwei Ausnahmen jeder aus der Generation des Auszuges in der Wüste gefallen ist.

 

4. Mose 32/10-13:

Und der Zorn des Herrn entbrannte zu jener Zeit, und er schwor und sprach: Fürwahr, die Männer, die aus Ägypten gezogen sind, von 20 Jahren an und darüber, sie sollen das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, weil sie mir nicht völlig nachgefolgt sind; ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, und Josua, der Sohn Nuns; denn sie sind dem Herrn völlig nachgefolgt. So entbrannte der Zorn des Herrn über Israel, und er ließ sie in der Wüste hin und her ziehen 40 Jahre lang, bis die ganze Generation aufgerieben war, die Böses getan hatte in den Augen des Herrn.

 

Die Bibel zieht ebenfalls eine Verbindung zwischen der Wüstenwanderung und des Glaubensweges eines jeden Einzelnen von uns. 

Hebräerbrief 3/7-12:

Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung, am Tag der Versuchung in der Wüste, wo mich eure Väter versuchten; sie prüften mich und sahen meine Werke 40 Jahre lang. Darum wurde ich zornig über jenes Geschlecht und sprach: Immer gehen sie in ihrem Herzen in die Irre, und sie haben meine Wege nicht erkannt, sodass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!« Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen!

Hebräerbrief 4/9-11:

Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen. So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.

Wir wissen darüber hinaus auch, dass Mose der Einzug in das gelobte Land verwehrt blieb. Im Falle Moses heißt dies jedoch nicht, dass Moses nicht das ewige Leben erlangt hat. Vielmehr soll uns diese Begebenheit meiner Meinung nach etwas wichtiges aufzeigen. Moses (Sinnbild auf die Torah) kann Israel nicht in das gelobte Land hinüberführen. Dies geschah durch seinen Nachfolger Josua. Dieser ist ein Abbild auf Yeshua und zusammen mit dem Hoheprieser Eleaser (hebr. Gott hilft / steht bei= Sinnbild für den heiligen Geist) führt er Israel ins gelobte Land.

Die Torah allein kann uns nicht ins gelobte Land / ewige Leben hinüberleiten. Sehr wohl führte uns Mose (=die Torah) durch die Wüste (=unser Lebenswandel auf Erden). Der Erlöser Yeshua i.V.m. dem Heiligen Geist ist es, welcher uns ins ewige Leben führen wird. Dabei sei noch mal erwähnt, dass Josua als neuer Anführer in den Wegen Moses (=der Torah) gewandelt ist. Gott selbst war es, der Josua befohlen hatte, Israel anhand des Gesetzes zu führen und nicht davon abzuweichen. 

Josua 1/5-8:

Niemand soll vor dir bestehen dein Leben lang! Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein; ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. Sei stark und mutig! Denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, dass ich es ihnen gebe. Sei du nur stark und sehr mutig, und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst! Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!

Der fleischliche Mensch kann das ewige Leben nicht erben

Die Tatsache, dass fast die ganze Generation des Auszuges in der Wüste starb, zeigt uns, dass der Weg ins ewige Leben kein Selbstläufer ist. Wenn wir vom Glauben abfallen, Yeshua entsagen oder in fortwährender Rebellion (=Sünde) verharren, dann werden wir den Weg in das ewige Lebens nicht schaffen. In dem Fall ist es auch egal, dass man irgendwann in der Vergangenheit ein Glaubensbekenntnis an Yeshua aussprach oder getauft wurde. Die Bibel ist eindeutig darin, dass die endgültige Erlösung erst dann bestandskräftig ist, wenn wir bis zu unserem Tod als treu empfunden wurden. 

Matthäus 24/12-14:

Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

Der fleischliche Mensch kann das ewige Leben nicht erlangen. Der Tod der 1. Generation nach dem Auszug deutet für mich darüber hinaus auf den Tod des fleischlichen Menschen, welcher in der Wüste fallen muss. Dadurch kann der neue, geistige Mensch (=die neue Generation), geleitet durch Josua und Eleaser (=Yeshua & der Heilige Geist), den Weg in das gelobte Land antreten. Mose (=Torah) jedoch war es, welcher das Volk bis zum Eingang des verheißenen Landes durch die Wüste geleitet hat. 

1. Korinther 15/50:

Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.

Galater 5/19-21:

Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit;Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

Fazit

Entgegen vieler Lehren ist das Bekenntnis und die Taufe in Yeshua erst der Anfang des Glaubensweges zur Erlösung. Mitnichten ist dann die Erlösung schon endgültig besiegelt. Zwar haben wir die Verheißung der Erlösung in Yeshua und somit die Verheißung auf das ewige Leben. Doch erst wenn der Mensch wirklich zur Verherrlichung geführt wurde, ist die Erlösung endgültig. Dies wird nur bei denjenigen passieren, welche bis zum Tod als treu empfunden wurden. Jeder Mensch wird im Glaubenswandel zwar mal straucheln oder schwach werden. Dies kann jedoch nicht bedeuten, dass man dem Glauben als Ganzes entsagt oder Yeshua als seinen Erlöser nicht mehr anerkennt. In diesem Fall wäre es sogar besser, wenn man gar nicht erst zum Glauben gefunden hätte. Wer nämlich gänzlich vom Glauben abfällt, kann danach nicht mehr zur Buße zurückgeführt werden (Hebräer 6/6).

Die Bibel ist entgegen anderen Lehren eindeutig darin, dass die zuvor erlangte Erlösung sehr wohl unwiederbringlich verloren gehen kann. Der alte Mensch muss sterben und durch den geistigen Menschen erneuert werden. Wir haben zuvor gelesen, dass die Werke des Fleisches Gott nicht wohlgefällig sein können (Galater 5/19-21). Der Auszug aus Ägypten, durch das Blut des Lammes, die Wanderung in der Wüste und der endgültige Übertritt in das gelobte Land, sind Sinnbilder für den Glaubensweg eines jeden Einzelnen. Der Weg in die Erlösung ist nicht unbedingt leicht und die Option des Scheiterns ist allgegenwärtig. Gott jedoch wird diejenigen bewahren, welche Ihm nachfolgen und darin gefunden sind, mehr und mehr den alten Menschen abzulegen.

Dieser Prozess des geistigen Wachstums durch Prüfungen und auch das Aussortierens der falschen Nachfolger wird durch die Wüstenwanderung vollzogen. Die Wüstenwanderung ist hier ein Sinnbild für unsere individuelle Nachfolge im Glaubensleben. Das Ziel ist es, endgültig in Gottes Ruhe eingehen zu können (Hebräer 3). Erst in diesem Moment wird die endgültige Erlösung eines jeden Einzelnen unwiderruflich erfüllt sein.