Kapitel 5

 

1 Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, 2 durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. 3 Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, daß die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, 4 das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; 5 die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.

 

Wir wissen, dass Jeshua auch das Lamm Gottes genannt wird und unser Passahlamm ist, welches für uns geopfert wurde, (Johan 1/29, 1. Korinther 5/7). Wenn wir uns die verschiedenen Opfergaben anschauen aus dem 3. Buch Mose, Kapitel 1-5, finden wir ua. auch das Friedensopfer (3. Mose 3 u. 7-38). In den ersten beiden Versen von Kapitel 5 lesen wir, dass wir durch Jeshua Frieden haben mit Gott. Das Passahlamm war ein einzigartiges Opfer, doch es ähnelt dem Friedensopfer aus 3. Mose Kapitel 3. In der Verordnung zum Passahlamm (2. Mose 12) lesen wir, dass ein jeder Hausvater einer Familie sich ein Lamm nehmen soll, welches zur bestimmten Zeit (14. Abib) zur Abendzeit geschächtet werden soll. Die ganze Gemeinde Israel sollte dann das Blut des Lammes an die Türpfosten streichen und das Lamm in der Nacht des Passahs gänzlich verspeisen. Von dem Fleisch durfte nichts bis zum nächsten Morgen übrig bleiben und falls doch etwas übrig blieb, musste es verbrannt werden. Kein Fremdling durfte davon essen, somit gilt die Erlösung durch das Passah nur für Israel. Bei allen Opfergaben aus dem 3. Mose Kapitel 1-5, war das Friedensopfer das einzige Opfer, welches auch von dem gegessen werden musste, der es darbrachte. Alle anderen, für den Verzehr bestimmten Anteile, der restlichen  Opfer fielen gänzlich dem Priester zu, welcher es auf dem Altar darbrachte. Abgesehen vom Brandopfer, welches gänzlich verbrannt wurde. Wir lesen im 3. Mose Kapitel 7, Vers 15: „Das Fleisch des Lob-Dankopfers soll aber am Tag seiner Darbringung gegessen werden; man darf nichts davon übriglassen bis zum Morgen.“

Das Friedensopfer in Form eines Lob-Dankopfers, musste wie das Pessachlamm am Tag der Schächtung gegessen werden. Darüber hinaus durften Teile des Fleisches von demjenigen gegessen werden, welcher es darbrachte. Somit ähnelt das Friedensopfer dem Pessachlamm, welches ebenfalls von dem gegessen werden sollte, welcher es darbrachte und es durfte nichts davon übrig gelassen werden bis zum nächsten Morgen. Das Blut unseres Pessachlammes Jeshua rechtfertigt uns vor Gott und verschafft uns Frieden vor Ihm. In Vers 2 lesen wir, dass wir dadurch auch Zugang erlangen zur Gnade, in der wir stehen. Da das Pessachlamm nur für Israel galt, erlangen wir durch Jeshua Zugang zu den Bündnissen, welche Israel gegeben wurden, Epheser Kapitel 2, Vers 11-12: „Darum gedenkt daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht – dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.“

 

 

 

6 Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. 7 Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. 8 Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. 9 Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden! 10 Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!

11 Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Hier sehen wir, dass Gott seine große Liebe für sein Volk beweist, indem er das wertvollste opferte, was er geben konnte, seinen eingeborenen Sohn Jeshua. Dieser nahm dieses Opfer freiwillig auf sich aus Liebe zu uns um einen Ausweg vor dem Zorn Gottes zu bereiten, durch sein Blut, Johannes 15, Vers 13: „Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde.“

 

12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben 13 (denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. 14 Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte.

15 Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen. 16 Und es verhält sich mit dem Geschenk nicht so, wie mit dem, was durch den Einen kam, der sündigte. Denn das Urteil [führt] aus der einen [Übertretung] zur Verurteilung; die Gnadengabe aber [führt] aus vielen Übertretungen zur Rechtfertigung. 17 Denn wenn infolge der Übertretung des Einen der Tod zur Herrschaft kam durch den Einen, wieviel mehr werden die, welche den Überfluß der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!)

18 Also: wie nun durch die Übertretung des Einen die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt. 19 Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.

 

Wir Menschen als Nachkommen Adams, sind alle in die Sünde hineingeboren worden und können aus uns selbst heraus keine Gerechtigkeit vor Gott erlangen. In Psalm 51/7 lesen wir: „Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“

In Kapitel 3 haben wir bereits behandelt, dass kein Fleisch aus eigenen Werken heraus vor Gott gerechtfertigt werden kann, sondern nur durch das Blut Maschiachs. Durch den Fall Adams sind alle seine Nachkommen in die Sünde geboren, doch durch die Gerechtigkeit Maschiachs wiederrum kann ein jeder, welcher an ihn glaubt und ihm nachfolgt, durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden.

20 Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, 21 damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Dieser Vers wird im weiteren Verlauf im Zusammenhang mit Kapitel 6 kommentiert.

 

 

Kapitel 6

 

1 Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? 2 Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? 3 Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? 4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.

5 Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; 6 wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen; 7 denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen.

Ich knüpfe hier noch mal an Vers 20 aus Kapitel 5 an. Dort lesen wir, dass ein Maß der Sünde voll wurde, wodurch die Gnade Gottes überströmend wurde. Nun könnte man vielleicht auf die Idee kommen, dass es von Gott gewollt ist, dass das Maß der Sünde voll bzw. übervoll werden möge und wir aufgrund der Gnade dieses Maß weiter auffüllen sollten durch weiteren Sündhaften Wandel. In Kapitel 6 jedoch wird der Apostel Paulus diese Idee ganz eindeutig widerlegen. Schon in Vers 1 lesen wir, dass es fern sein möge, dass wir weiterhin in der Sünde verharren sollen. Nochmal zu Erinnerung sei hier der 1. Johannesbrief Kapitel 3, Vers 4 genannt, welcher uns die Definition der Sünde liefert, nämlich die Übertretung der Torah. Durch die Taufe, welche uns in den Tod Maschiachs hineintauft, soll der alte, sündhafte Mensch und der damit verbundene Wandel begraben werden. So lesen wir in Vers 4, dass wir aus den Toten auferweckt nun in einem neuen Leben wandeln sollen. In Vers 6 lesen wir, dass wir der Sünde nicht mehr dienen sollen. Der Sünde zu dienen ist gleichzusetzten mit Knechtschaft und durch das Opfer Jeshuas, sind wir von der Knechtschaft der Sünde befreit worden um nun Gott zu dienen gemäß seinen Ratschlüssen und Geboten. Jeshua lehrt uns im Johannes Evangelium, Kapitel 8, Vers 34: „Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.“

 

8 Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 da wir wissen, daß Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er für Gott.

11 Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, daß ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! 12 So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr [der Sünde] nicht durch die Begierden [des Leibes] gehorcht; 13 gebt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit!

14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.

15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wißt ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müßt ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? 17 Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist. 18 Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden.

19 Ich muß menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn so, wie ihr [einst] eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt zur Gesetzlosigkeit, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung. 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr frei gegenüber der Gerechtigkeit. 21 Welche Frucht hattet ihr nun damals von den Dingen, deren ihr euch jetzt schämt? Ihr Ende ist ja der Tod! 22 Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. 23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

Wie bereits erwähnt ist ein Gläubiger, welcher getauft wurde der Sünde gestorben. Der alte Mensch, welcher ein Diener der Sünde war und somit dem Tod geweiht war wurde abgelegt. Der neue Mensch hat nun die Verheißung auf ein ewiges Leben, wenn er für treu erachtet wird und dient nun mit seinem Leib nicht mehr der Sünde, sondern lebt für Gott und befolgt seine Gebote. In Vers 14 lesen wir, dass wir nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind. Im bisher behandelten Gesamtkontext, kann dies nicht heißen, dass wir dem Gesetz keine Folge mehr leisten sollen. Vielmehr ermöglicht die Gnade uns überhaupt eine Hoffnung auf die Erlösung vor dem Tod, welcher der Preis der Sünde ist. So lesen wir in Vers 23, dass der Tod der Lohn der Sünde ist. Vielmehr verstehen wir jetzt, dass der von der Torah geforderte Tot, für die Sünde nun von uns genommen worden ist und dass wir auf ein ewiges Leben hoffen dürfen, trotz unseres vorherigen sündhaften Wandels, durch die Gnadengaben Gottes in Jeshua Maschiach. In Vers 14 finden wir einen Schlüssel zu diesem Verständnis. Es möge ferne von uns sein, weiter zu sündigen auch wenn wir jetzt nicht mehr unter dem Gesetz (Todesstrafe für die Sünde) sondern unter der Gnade sind (Erlösungswerk Jeshuas durch sein Blut).

Der Apostel macht es nochmals deutlich in Vers 19-20, wo er davon spricht, dass wir mit unseren Gliedern einst der Gesetzlosigkeit (Torahlosigkeit) gedient haben, doch jetzt in Jeshua unsere Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit und Heiligung stellen sollen. Wenn wir diesen Grundsätzen bis zum Ende Folge leisten und von der Sünde (Verstöße gegen die Torah) ablassen, dann erwartet uns dank Gottes Gnade (manifestiert durch das Opfer Jeshuas, welcher sündlos war)das ewige Leben. Daher wird auch wiederrum deutlich, dass kein Mensch seine Erlösung selbst erarbeiten oder verdienen kann. Denn egal wie „heilig“ und „torahtreu“ ein Mensch auch wandeln möge, so kann doch niemand den Preis bezahlen für die Sünden, welche wir bereits begannen haben. Denn die Sünde kann nur mit Blut bezahlt werden, Hebräerbrief 9/22: „und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ Dieses Konzept wird auch noch mal deutlich in Psalm 49, Vers 8-9: „Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen; er kann Gott das Lösegeld nicht geben – zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen, er muss davon abstehen auf ewig! damit er für immer leben könnte, die Grube nicht sähe.“

Das ist es was der Apostel versucht zu vermitteln. Es wäre töricht zu glauben, dass man durch eigene Werke vor Gott als gerecht empfunden werden könnte. Auf der anderen Seite ist es offensichtlich, dass nur aufgrund der Gnade kein Freifahrtschein ausgestellt wurde für fortwährenden sündhaften Wandel. Vielmehr hat die Gnade Gottes und das Blut Maschiachs sowie der Geist, welchen er uns gesandt hat von dem Joch der Sünde befreit und er befähigt uns, mehr und mehr, so zu wandeln wie unser Maschiach Jeshua.

  • 1. Johannes Kapitel 2, Vers 6: „Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie          jener gewandelt ist.“
  • Johannes 16/13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“ Die Wahrheit ist eine Bezeichnung für die Torah, Psalm 119/142: „Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz (Torah) ist Wahrheit.“

 

Kapitel 7

 

1 Oder wisst ihr nicht, Brüder – denn ich rede ja mit Gesetzeskundigen –, dass das Gesetz [nur] so lange über den Menschen herrscht, wie er lebt? 2 Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem Gesetz des Mannes befreit. 3 So wird sie nun bei Lebzeiten des Mannes eine Ehebrecherin genannt, wenn sie einem anderen Mann zu eigen wird; stirbt aber der Mann, so ist sie vom Gesetz frei, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem anderen Mann zu eigen wird.

4 Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, damit ihr einem anderen zu eigen seid, nämlich dem, der aus den Toten auferweckt worden ist, damit wir Gott Frucht bringen. 5 Denn als wir im Fleisch waren, da wirkten in unseren Gliedern die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, um dem Tod Frucht zu bringen. 6 Jetzt aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir im neuen Wesen des Geistes dienen und nicht im alten Wesen des Buchstabens.

 

Zuerst einmal ist hier anzumerken, dass Paulus in Vers 1 darauf hinweist, dass die Römergemeinde kundig im Gesetz (=Torah) ist. Somit wird auch deutlich, dass wir ohne ein Fundament in der Torah und den weiteren heiligen Schriften weder die Briefe des Apostel Paulus noch die weiteren Schriften aus dem Neuen Testament verstehen werden. Dies könnte auch einer der Gründe sein, weshalb ausgerechnet die Briefe von Paulus dazu genutzt werden, die Irrlehre zu verbreiten, dass in Jeshua die Torah hinweg getan sei. Auch der Apostel Petrus warnt in seinem Brief vor dieser Gefahr, 2. Petrus 3/15-16: „Und achtet die Langmut unseres Herrn für Errettung, so wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen seinen Briefen, wenn er in denselben von diesen Dingen redet, von denen etliche schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.“

Für eine weitere Ausführung zu diesem Thema verweise ich auf Videos von der Website www.firstfruits.de, welche sich diesem und anderen Themen annehmen.

Im weiteren Verlauf zieht Paulus eine Analogie zu einer Frau, welche eine Ehebrecherin genannt wird, wenn sie zu Lebzeiten ihres Mannes, einem anderen zu Teil wird. Stirbt der Mann jedoch, kann sie dem anderen zu Teil werden ohne eine Ehebrecherin genannt zu werden, was ein Verstoß gegen die Torah wäre. Der Gläubige wird hier mit der Frau gleich gesetzt. Es ist zu beachten, dass Paulus in Vers 3 darauf hinweist, dass wir einem anderen zu Eigen waren, nämlich der Sünde und den eigenen Gelüsten. Wer den Verführungen der Sünde dienlich ist, wird eins mit der Sünde und mit demjenigen, welcher der Vater der Sünde ist. Die Schlange war es, welche Eva dazu verführte, das Gebot Elohims im Garten Eden zu übertreten. Eine Entscheidung für die Sünde ist eine Entscheidung gegen Gott und führt zu einer Trennung von Gott. Durch den Tod Maschiachs jedoch ist es dem Gläubigen nun möglich, in den Tod Maschiachs hinein getauft zu werden. Die Taufe symbolisiert eine Neugeburt und dies eröffnet uns die Möglichkeit mit Gott in einen erneuerten Bund zu treten, weil der alte Mensch der Sünde nach gestorben und nicht mehr an den Urheber der Sünde gebunden ist. So lesen wir im 2. Korintherbrief Kapitel 5, Vers 17:

„Darum: Ist jemand in Maschiach, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“ Für denjenigen, welcher sich für die Nachfolge Maschiachs entschieden hat, ist es wichtig zu verstehen, dass das Ziel der Eintritt in einen Ehebund mit Maschiach ist. Dies wird endgültig geschehen, wenn wir in unserem Glaubenswandel bis zum Ende treu bleiben, sei es bis zur seiner Rückkehr oder unseren leiblichen Tod,

Hebräerbrief 3/6: „Denn wir haben Anteil an Maschiach bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten.“ Bis dahin gelten wir dem Maschiach als verlobt,

2. Korinther 11/2: „Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.“

Es kann nicht hoch genug betont werden, dass wir als Glaubensgeschwister nur diese eine Chance haben, nachdem uns unsere Sünden einmal durch Jeshua vergeben worden sind. Wer danach vom Glauben gänzlich abfällt und Maschiach verwirft, für denjenigen ist keine Erlösung mehr möglich,

Hebräerbrief 6/4-6: „Denn es ist unmöglich, die welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!“

Durch die Neugeburt in Jeshua bekommen wir die einmalige Chance, mit Maschiach einen Bund einzugehen, welcher ähnlich dem Bund der Ehe ist. Wenn wir vom Glauben gänzlich abfallen und nun wieder in unser altes Leben zurück kehren, durch eine bewusste Entscheidung gegen Jeshua, dann führt kein Weg mehr zurück. Der Abfall von Maschiach käme einem Ehebruch gleich und dies hätte zur Folge, dass Jeshua uns einen Scheidebrief ausstellen würde. Ohne Jeshua und seinem Geist jedoch ist es unmöglich von der Sünde fern zu bleiben. Dies hätte zur Folge, dass wir erneut in einen Bund mit dem Verkläger treten würden. Im 3. Buch Mose Kapitel 24/1-4 lesen wird, dass ein Mann, welcher seiner Frau den Scheidebrief ausgestellt hat, sie nicht wieder zur Frau nehmen darf, wenn sie einem anderen zu Teil wurde, das wäre ein Greul vor JHWH. Ein jeder von uns möge sich dieser Tatsache bewusst sein und schauen, dass er der Sünde keinen Raum gibt in seinem Leben und seinen Fokus immer auf Jeshua hält.

7 Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren! 8 Da nahm aber die Sünde einen Anlass durch das Gebot und bewirkte in mir jede Begierde; denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot. 9 Ich aber lebte, als ich noch ohne Gesetz war; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf, und ich starb; 10 und eben dieses Gebot, das zum Leben gegeben war, erwies sich für mich als todbringend. 11 Denn die Sünde nahm einen Anlass durch das Gebot und verführte mich und tötete mich durch dasselbe.

12 So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Hat nun das Gute mir den Tod gebracht? Das sei ferne! Sondern die Sünde hat, damit sie als Sünde offenbar werde, durch das Gute meinen Tod bewirkt, damit die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.

Entgegen so manchen heutigen Lehrmeinungen lehrt uns der Apostel hier, dass nicht die Torah / Gesetz die Sünde ist, welche hinweg geschaft werden muss. Vielmehr dient die Torah dazu uns zu zeigen, was Sünde ist, damit diese hinweg genommen werden kann aus unserem Leben. Durch die Torah können wir überhaupt erst ein Verständnis darüber gewinnen, was die Sünde ist. Vor allem zeigt die Torah uns auf, dass wir alle des Todes sind, da kein Mensch die Torah je gehalten hat und ein jeder auf das Blut des Maschiachs angewiesen ist, welcher sich freiwillig für sein Volk opferte obwohl er selber vollkommen sündlos ist. In Vers 12 lesen wir, dass die Torah heilig, gerecht und gut ist. Wie können wir bei so einem Satz ernsthaft in Betracht ziehen, dass Paulus lehrt, die Torah sei nicht mehr. So kommen wir nun zu dem Schluss, dass nicht das Gute (die Torah,) uns den Tod gebracht hat, sondern die Sünde in uns, welche durch die Torah offenbart wird. Ein Beispiel wäre ein Diagnosebuch bei einem Arzt. Wenn gewisse Krankheitssymptome festgestellt werden und man dann anhand eines medizinischen Buches diese Symptome zu einer Krankheit zuordnen kann, dann war es doch nicht das Buch, welches uns krank gemacht hat. Vielmehr gibt uns das Buch die Information über die Ursache und die Art unserer Erkrankung und hoffentlich auch einen Vorschlag, wie diese Krankheit geheilt werden kann. Genau das ist auch ua. die Aufgabe der Torah. Anhand der Torah lernen wir zu verstehen, was die Sünde ist, welche uns von Gott trennt. Wenn wir das erkannt haben, dann können wir aus der Torah auch erfahren, wie wir unseren Wandel ändern müssen um nicht mehr in Sünde zu wandeln und unser Leben mehr und mehr anhand der Torah ausrichten können. Nicht dass Werke aus der Torah uns vor Gott gerechtfertigen könnten, jedoch zeigt und die Torah, wie wir uns als erlöste Wesen Gott wieder nähern können durch einen Wandel, welcher sich immer weiter an den Wandel des Maschiachs angleicht, Kolosser 2/6: „Wie ihr nun Maschiach Jeshua, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm“. Denn eines dürfen wir nicht vergessen. Gott ändert sich nicht (Maleachi 3/6) und die Sünde kann vor Gott niemals bestehen. Daher ist es wichtig in unserem Wandel durch Gebet und Nähe zu Gott mehr und mehr die Sünde abzulegen. Der Apostel Paulus sagt, dass er diesen Zustand zum Ende seines Lebens erreicht hat, 2. Timotheus 4/7-8:

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben.“

 

14 Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. 15 Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus. 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz zu, daß es gut ist. 17 Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. 19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich. 20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.

21 Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. 22 Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; 23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? 25 Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! 25 So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.

 

Hier berichtet der Apostel über die Diskrepanz zwischen dem Wandel des Fleisches, welches in Rebellion zu Gott und seinen Geboten steht und dem Wandel nach dem Geist der Wahrheit, welcher uns im Wandel der Torah lehren und stärken soll. Das Fleisch ist dem Tode geweiht und wird eines Tages abgelegt werden. Für die Nachfolger Jeshuas, welche die Treue bis zum Schluss bewahren wird der verwesliche Leib gegen einen geistigen unsterblichen Leib eingetauscht werden, 1. Korinther 15/44:

„es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib.“

Nun könnte man vielleicht auf die Idee kommen, dass der Apostel hier bezeugt, dass es sowieso nicht möglich ist, den fleischlichen Leib zu bändigen und wir somit zwar das Gute wollen, doch das Fleisch dazu nicht in der Lage ist und wir daher in unserem sündigen Wandel verbleiben. Diese These wird der Apostel jedoch im nächsten Kapitel direkt widerlegen. In Kapitel 7/16-21 möchte der Apostel verdeutlichen, dass dieser Kampf im inneren eines jeden tobt und das auch der Apostel selbst damit zu kämpfen hat. Dies darf jedoch nicht als freifahrtschein zur Sünde genommen werden. Vielmehr sollen wir davor gewarnt sein, nicht nachlässig zu sein und der Sünde keinen Raum geben in unserem Leben.

 

Korinther 9/26-27: „So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, sondern ich bezwinge meinen Leib und behandle ihn als Sklaven, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde.

 

Hebräer 12/4: „Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde.“

 

Wir sehen hier eine klare Aufforderung, dass wir der Sünde widerstehen müssen und unseren Leib züchtigen sollen, damit die Sünde in uns nicht die Oberhand gewinnen kann. Ein jeder Gläubig ist dazu verpflichtet, sein Leben zu untersuchen und die Dinge aus seinem Leben heraus zu nehmen, welche uns zur Sünde verführe können. Ich möchte hierzu ein paar praktische Beispiele dazu geben, was das ua. sein könnte. Die Dinge mit welchen wir uns befassen, werden auch immer einen direkten Einfluss auf uns haben. Wenn wir uns vor allem mit dem Wort Gottes und seine Ratschlüssen auseinandersetzen, dann werden unsere Gedanken und unser Verlangen auch mehr auf ihn und seinen Willen gerichtet sein. Allerdings bietet die Welt in der wir leben uns eine unerschöpfliche Fülle an Alternativen, welchen unser Fleisch mitunter sehr zugetan sein kann. Ein großes Thema hierbei sind z.B. die Medien. Kinofilme haben i.d.R. folgende Themen, welche dort dargeboten werden: Mord, Gewalt, Unzucht, Habgier, Okkultismus, Blutlust und Eitelkeit. Keines dieser Themen ist Gott wohlgefällig und vieles davon steht gar unter einem Bann. Wir als gläubige sollen uns nicht mit solchen Inhalten auseinandersetzten, auch wenn unser Fleisch die og. Dinge „spannend, anregend uo. unterhaltsam finden mag. Wenn wir uns freiwillig solchen Einflüssen weiter aussetzten, dürfen wir uns natürlich nicht darüber wundern, dass wir Anfechtungen und Probleme im Glauben haben. Ein weiteres großes Thema in unserer Medienwelt ist der Sport. Damit ist insbesondere professioneller Wettbewerbssport gemeint. Gegen sportliche Betätigung zur Förderung der Gesundheit ist überhaupt nichts einzuwenden. Doch was sich allwöchentlich in den Sportarenen dieser Welt abspielt ist nichts anderes als hochgradiger Götzendienst. Menschen „pilgern“ in die Stadien um ihre „Idole“ zu bejubeln und anzufeuern. Viele der sg. Fans machen keinen Hehl daraus, dass Sport für sie ein religiöses Erlebnis darstellt. Manche Fussballvereine bieten Ihren Fans sogar Vereinseigene Friedhofsplätze an. Ich war selbst großer Sportfanatiker und habe mir diese Dinge regelmäßig angeschaut, allerdings dürfen wir uns nichts vormachen. Das Konsumieren dieser und ähnlicher Medienangebote ist Götzendienst in Reinform. Gleiches gilt für das Musikgeschäft. Kaufsucht, gestörte Essgewohnheiten, Drogensucht uä. sind weiterhin Dinge, welche uns zu einem Glaubensabfall verführen können. Dies soll keine Verurteilung sein für Geschwister, welche mit diesen oä. Problemen zu kämpfen haben. Wir sind alle auf einer Reise und müssen alle noch in vielerlei Hinsicht von Gott gereinigt werden. Das Ziel jedoch muss es sein von all diesen Fallstricken in Gott und durch seinen Geist, frei zu werden. Dies wird uns allerdings niemals gelingen, wenn wir unser Fleisch und unsere Gelüste nicht bändigen und weiter diesen Dingen nachhängen. Ein praktischer Tipp wäre z.B. die Entsorgung des Fernsehers, falls dies nicht ohnehin schon geschehen ist. Danach sollte man evtl. noch vorhandene CD Sammlungen durchschauen. Die Chance ist groß, dass einer kritischen Prüfung 0% CD auch Gesang beinhalten, übrig bleiben werden. Man könnte diese Thematik noch sehr viel weiter führen, doch ich möchte mich nun wieder dem eigentlichen Text zuwenden. Ein Motto sollte uns jedoch ständig vor Augen sein:

Psalm 101/3: „Ich will nichts Schändliches vor meine Augen stellen; das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht anhaften!“

Amen! Auch wenn es nicht immer leicht ist, müssen wir damit anfangen die Gelüste unseres Fleisches zu hassen und die Ratschlüsse JHWH Elohims zu lieben.

 

 

Kapitel 8

1 So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist 2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 3 Denn was dem Gesetz unmöglich war – weil es durch das Fleisch kraftlos war –, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, 4 damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.

5 Denn diejenigen, die gemäß [der Wesensart] des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß [der Wesensart] des Geistes sind, [trachten] nach dem, was dem Geist entspricht. 6 Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, 7 weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; 8 und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.

Hier nun knüpft der Apostel genau da an, wo er in Kapitel 7 aufgehört hat. Zur Erinnerung, wir lasen in Kapitel 7, Vers 21-25, dass der Mensch, gemäß dem Geist zwar danach strebt, das Gute zu vollbringen, doch das das Fleisch den Mensch daran hindert. Ursprünglich hatte dieser Brief natürlich keine Kapitelunterteilung und muss als ein Ganzes verstanden werden. So lesen wir nun in Kapitel 8, Vers 1, dass der Apostel zu dem Schluss kommt, dass es keine Verdammnis gibt für diejenigen, welche nach dem Geist und nicht gemäß dem Fleisch wandeln. Wir haben zuvor bereits anhand einiger Beispiele behandelt, was wir selbst dazu beitragen können, unserem Fleisch keinen Anstoß oder Reiz zur Sünde zu verschaffen. Im Umkehrschluss könnte man nun daraus ziehen, dass sehr wohl die Gefahr einer Verdammnis besteht, wenn sich der Wandel mehr nach dem Fleisch als nach dem Geist orientiert.

9 Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein. 10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. 11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

12 So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben! 13 Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müßt ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.

Ein trachten dem Wandel im Fleisch ist ein Trachten nach dem eigenen Tod. Denn die Sünde ist es, welche dem Fleisch gefällt, doch der Lohn der Sünde ist der Tod (Römer 6/23). Wenn wir uns dem Gesetz (Torah) Gottes nicht unterwerfen wollen, dann treten wir in direkte Feindschaft zu Gott. In Vers 9 lesen wir, dass wir nicht zu Jeshua gehören, wenn sein Geist nicht in uns ist. Zur Erinnerung wollen wir uns nochmal Johannes Kapitel 16, Vers 13 anschauen, welcher besagt, dass der Geist uns in der ganzen Wahrheit leiten soll. Die Wahrheit ist eine biblische Bezeichnung für die Torah (Psalm 119/142). So sehen wir hier, dass der Geist uns die Kraft und die Leitung schenkt, nicht mehr nach dem Fleisch, sondern gemäß Gottes Torah zu wandeln. Sollte dieses jedoch nicht der Fall sein und ist das Fleisch in uns stärker als der Geist, dann kann dies ein klares Indiz sein, dass der Geist gar nicht (mehr) in uns wirkt und dies hätte zur Folge, dass wir gar nicht zu Maschiach gehören. Diese Einsicht kann uns nun vielleicht auch ein besseres Verständnis dafür geben, was Jeshua uns lehren wollte im Lukasevangelium Kapitel 12, Vers 10:

„Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden“.

Wenn wir uns nicht vom Geist der Wahrheit leiten lassen, dann gehören wir laut dem Apostel nicht zu Jeshua. In Vers 12 schreibt Paulus, dass wir nicht mehr dem Wandel gemäß dem Fleisch verpflichtet sein sollen. Vielmehr sollen die Taten des Leibes, durch den Geist getötet werden. Wir müssen daran arbeiten, dass der Wille unserer sündhaften, menschlichen Natur durch den Geist beherrscht wird. Dies ist jedoch nur möglich, durch eine Nähe zum Vater und einen klaren Fokus auf seine Ratschlüsse und seinen Willen. Dafür ist es notwendig, dass wir genau prüfen womit wir unsere Zeit verbringen und worum unsere Gedanken sich drehen tagtäglich. Je mehr wir uns mit den Nichtigkeiten des weltlichen Vergnügens oder der Sorge um unser Ansehen in der Welt beschäftigen, umso weiter entfernen wir uns von Gott und umso weniger stark kann der Geist in uns wirken. Es besteht immer die Gefahr, dass wir irgendwann so weit weg sind vom Glauben und vom Wort Gottes dass alles andere wichtiger wird. Daher müssen wir uns immer die Ernsthaftigkeit vor Augen führen. Wir haben nur diese eine Chance bekommen Gott nachzufolgen und ein Glaubensbekenntnis allein ist noch kein Garant dafür in das ewige Leben zu kommen. Denn wir lesen im Philipperbrief Kapitel 2, Vers 12-13: „Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“

 

14 Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch wiederum fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 16 Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. 17 Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.

Hier schließt der Apostel damit ab, dass wir als Gläubige dadurch gekennzeichnet sein sollen, dass wir keinen Geist der Knechtschaft sondern dem Geist Gottes empfangen haben. Wir haben bereits erwähnt, dass Jeshua uns lehrt, dass jemand, welcher die Sünde tut auch ein Knecht der Sünde ist, (Johannes 8/34). Wenn wir aber wahrhaftig vom Geist Gottes geleitet sind, dann werden wir unseren Leib dahin gehend beherrschen, dass nicht die Knechtschaft der Sünde unseren Wandel bestimmt, sonder der Gehorsam und ein Wandel, welcher Werke und Früchte des Geistes hervorbringt. Die Werke sind es zwar nicht, welche uns erlösen, jedoch zeugen die Werke von der Wahrhaftigkeit unseres Glaubens. So wie geschrieben steht, dass der Glaube ohne Werke ein toter Glaube ist, (Jakobus 2/20). So wie Maschiach jedoch leiden musste zu unserer Errettung, wird es auch nicht ausbleiben, dass ein Gläubiger mit Anfechtungen und Kämpfen des Glaubens zu tun haben wird.

 

18 Denn ich bin überzeugt, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. 19 Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei. 20 Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, 21 daß auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.22 Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; 23 und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes. 24 Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht? 25 Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren.

Die Entbehrungen und Kämpfe, welche wir als Gläubige zu bestehen haben sind gering im Vergleich zur Herrlichkeit, welche offenbar wird zur Wiederkunft Maschiachs. Bis dahin ist die gesamte Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen aufgrund der Sünde von Adam. Das gesamte Universum unterliegt einem Prozess des kontinuierlichen Verfalls. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass die Entropie (Unordnung) in einem geschlossenen System immer nur zunehmen und nicht abnehmen kann. Ein einfaches Beispiel ist unsere Wohnung. Wenn wir nicht ständig unsere Wohnung und unsere Schränke aufräumen, dann wird der Zustand unserer Wohnung von einem zunehmenden Maß an Entropie (Unordnung) geprägt sein. Um eine Entropie zu verhindern ist es von Nöten Energie und Information in ein System hineinzubringen. So ordne ich z.B. durch meine Arbeitskraft (Energie) die Hemden in meinen Schrank gemäß einer von mir gewählten Ordnung (Information) an. Der Grund weshalb Menschen älter werden und sterben unterliegt der Tatsache, dass die Entropie (Unordnung) in unseren Zellen und Organen mit fortschreitender Zeit immer weiter zunimmt. Ab einem gewissen Punkt findet keine Zellerneuerung mehr statt und schließlich versagt unser Körper und es kommt zum Tod. Dieser Prozess findet auf einer universalen Skala statt. Daran können wir erkennen, welch unglaubliches Ausmaß an Verheerung durch die Sünde des Menschen in Gang gesetzt wurde. Unser Gott ist ein Gott der Ordnung und kein Gott des Chaos. Wir sind es jedoch, welche das Chaos zu verantworten haben, sowohl in unserem eigenen Leben als auch in unserer Welt. Gott hat jedoch einen Ausweg aus dieser Misere durch Jeshua Maschiach geschaffen und verspricht, dass es eine neuen Himmel (Universum) und eine neue Erde geben wird, welche nicht mehr unter den Todesfluch leiden wird. Die Torah übrigens hat ua. die Aufgabe das große Maß an Chaos (Entropie) in unserem Leben wieder zurück zur Ordnung Gottes zu führen, welche uns Leben schenken wird. Durch die Information der Torah und der Energie des Heiligen Geistes soll unser Leben aus einem Zustand der wachsenden Entropie zu einem Zustand wachsender Ordnung gelangen. Denn Chaos und Unordnung führt unweigerlich zum Tod, während Gottes Gebote (Ordnung) zum Leben führen. So lesen wir, dass der Mensch, welcher die Satzungen und Rechtsbestimmungen Gottes tut, durch sie leben wird, (3. Mose 18/5, Römer 10/5).

26 Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. 27 Der aber die Herzen erforscht, weiß, was das Trachten des Geistes ist; denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht.

Der Geist Gottes weiss wie schwach wir sind und kommt uns ständig zur Hilfe. Er hilft uns auch im Gebet auch, wenn wir mitunter schwach im Gebet sind. Wir lesen in Matthäus Kapitel 6, Vers 7-8, dass wir nicht wie die Heiden plappern und Glauben sollen, dass Gott uns um unserer vielen Worte willen erhören wird. Vielmehr weiss unser Vater im Himmel was wir brauchen noch bevor wir es aussprechen.

Der Geist erforscht auch unser Herz und kennt uns besser als wir uns selbst. Es mag uns zwar leicht fallen uns selbst zu belügen, doch den Geist und Gott können wir nicht belügen. Gott ist es welcher die Herzen ausforscht und weiss wo wir wirklich stehen in unserem Wandel.

Psalm 7/10: „Lass doch die Bosheit der Gottlosen ein Ende nehmen und stärke den Gerechten, denn du prüfst die Herzen und Nieren, du gerechter Gott!“

Jeremiah 17:10: „Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten.“

 

28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. 29 Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.

Wir müssen uns immer bewusst darüber sein, dass alles, was uns in unserem Leben widerfährt, dazu dient uns zu formen und Gott dadurch näher zu bringen. Sei es zum Guten oder zum Schlechten. Aufgrund unserer sündhaften Natur ist es mitunter auch notwendig, dass Gott uns Züchtigung zu Teil werden lässt.

Sprüche 3/12: „denn wen der HERR liebt, den züchtigt er, wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.“

Hebräerbrief 12/11: „Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.“

Alle Züchtigung, welche von Gott kommt, dient zu unserem Heil, auch wenn es in dem Moment uns nicht so erscheinen mag. Es ist allerdings wichtig, dass wir Gottes Züchtigung auch annehmen und daraus die richtigen Lehren ziehen und notwendige Anpassungen in unserem Leben vornehmen. Wir müssen uns auch davor hüten, dass wir nicht in Bitterkeit verfallen, wenn wir mit schwierigen Herausforderungen im Leben fertig werden müssen.  So lesen wir im Hebräerbrief Kapitel 12, Vers 15-16: „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden, dass nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.“

Doch bei allen Kämpfen und Schwierigkeiten, welche uns in unserem Glauben auch widerfahren mögen, können wir uns gewiss darüber sein, dass Gott es nicht zulässt, dass jemand über seine Maße hinaus versuchen wird, 1. Korinther 10, Vers 13: „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.“

31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? 32 Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? 33 Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! 34 Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! 35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!«

37 Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

 

Gemäß der Erkenntnis, dass Gott treu ist und uns stärkt durch Maschiach Jeshua, sein Wort und seinen Geist, können wir die feste Gewissheit haben, dass Gott seine Auserwählten bewahren wird. Keine Macht dieser Welt vermag es uns von Maschiach zu trennen und der damit verbundenen Verheißung, wenn auch wir als treu im Glauben und im Wandel befunden werden. Gott zeigt seine große Liebe für uns, indem er bereit war seinen eingeborenen Sohn dem Tod preiszugeben. Er hat alles für uns gegeben und Jeshua war bereit dieses Opfer für uns zu tragen. Wenn wir uns das bewusst machen, dann gibt es nichts, was die Verheißung von uns nehmen könnte, denn Gott ist mit uns. Wenn Gott seinen Sohn für uns gab und dieser obwohl er ohne Sünde war, sich freiwillig dem Tod preisgab, dann sollte es uns ein leichtes sein, alles abzulegen, was uns trennt der Nachfolge Gottes. Es geht hier nicht um uns, sondern darum, dass Gottes Namen verherrlicht werde auf Erden, durch die, welche ihm nachfolgen. Daher müssen wir unser Ego und unseren Willen ablegen und unseren ganzen Wandel, Gott unterwerfen. Der Geist ist es, welcher uns durch diesen Prozess leiten soll. Alles möge im Gebet und durch brüderliche Ermahnung geschehen gemäß Gottes Wort.