Kapitel 15

1 Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben. 2 Denn jeder von uns soll seinem Nächsten gefallen zum Guten, zur Erbauung. 3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen«4 Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.5 Der Gott des Ausharrens und des Trostes aber gebe euch, untereinander eines Sinnes zu sein, Christus Jesus gemäß, 6 damit ihr einmütig, mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus lobt. 7 Darum nehmt einander an, gleichwie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes!

 

Die Gläubigen sollen niemanden zum Anstoß werden insbesondere nicht denjenigen, welche Schwach sind. Hiermit sind nicht nur körperlich Schwache, sondern vor allem auch geistig Schwach gemeint. Im 3. Buch Mose Kapitel 19/14 lesen wir:

„Du sollst dem Tauben nicht fluchen. Du sollst dem Blinden keinen Anstoß in den Weg legen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR!“

Wer ist hier wirklich gemeint? Der Taube und der Blinde sind diejenigen, welche Taub und Blind für die Torah sind. Diese und Geschwister im Glauben, welche in Anfechtung geraten sind, sollen durch unseren Wandel und durch unsere Bereitschaft den Nächsten höher als uns selbst zu achten, erbaut werden. Auch wenn dies mit persönlichen Mühen und Lasten einhergeht. Denn wie Jeshua bereit war sein Leben für uns zu opfern, soll auch unser Leben ein wohlgefälliges Opfer sein vor Gott, wie wir bereits im Römerbrief Kapitel 12/1 gelesen haben.

8 Ich sage aber, daß Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen, 9 daß aber die Heiden Gott loben sollen um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: »Darum will ich dich preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen! 10 Und wiederum heißt es: »Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!« 11 Und wiederum: »Lobt den Herrn, alle Heiden, und preist ihn, alle Völker!« 12 Und wiederum spricht Jesaja: »Es wird kommen die Wurzel Isais und der, welcher aufsteht, um über die Heiden zu herrschen; auf ihn werden die Heiden hoffen«. 13 Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, daß ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!

Wie wir bereits behandelt haben, wurde der Neue Bund mit dem Haus Israel und dem Haus Juda. Wir wissen auch, dass dem Haus Israel der Scheidebrief ausgestellt wurde (Jeremiah 3/8). Der Neue Bund und die Frohe Botschaft ist, dass Israel wieder gesammelt wird und ganz Israel, Erlösung zu Teil werden wird. In Vers 8 lesen wir, dass Jeshua die Bündnisse an die Väter bestätigen wird. Mit den Vätern sind unsere Vorväter Abraham, Isaack und Jacob gemeint. Paulus bezieht sich hier auf den Propheten Micha. Dort lesen wir in Kapitel 7, Vers 18-20:

„Wer ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen! Du wirst Jakob Treue erweisen und an Abraham Gnade üben, wie du unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her geschworen hast.“

Wir lesen hier, dass Gott es ist, welcher dem Überrest seines Erbteils die Sünden vergibt. Wir erinnern uns, dass Jeshua vielfach zu Menschen sprach, dass ihnen ihre Sünden vergeben wurden. Daraufhin wurde er von den Pharisäern gescholten, da sie verstanden haben, dass nur Gott Sünden vergeben kann und kein Mensch. So lesen wir im Markus Evangelium Kapitel 2, Vers 5-7:

„Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Es saßen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren Herzen: Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?“

Hier sehen wir einen weiteren klaren Beleg dafür, dass Jeshua selbst auch Elohim ist. Die Aufgabe Jeshuas ua. ist es, die Bündnisse, welche geschlossen wurden zu bestätigen. Durch sein erstes Kommen und sein Opfer ermöglicht er die Vergebung der Sünden und die Wiederherstellung der Bündnisse, welche von Israel gebrochen wurden. Bei seiner Rückkehr wird er als König über alle 12 Stämme Israels sowie die gesamte Welt herrschen und Israel wird nicht länger von den Heidennationen bedrängt werden.

 

14 Ich selbst habe aber, meine Brüder, die feste Überzeugung von euch, daß auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, einander zu ermahnen. 15 Das machte mir aber zum Teil um so mehr Mut, euch zu schreiben, Brüder, um euch wieder zu erinnern, aufgrund der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, 16 daß ich ein Diener Jesu Christi für die Heiden sein soll, der priesterlich dient am Evangelium Gottes, damit das Opfer der Heiden wohlannehmbar werde, geheiligt durch den Heiligen Geist.17 Ich habe also Grund zum Rühmen in Christus Jesus, vor Gott. 18 Denn ich würde nicht wagen, von irgendetwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, 19 in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes, so daß ich von Jerusalem an und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium von Christus völlig verkündigt habe. 20 Dabei mache ich es mir zur Ehre, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo der Name des Christus schon bekannt ist, damit ich nicht auf den Grund eines anderen baue, 21 sondern, wie geschrieben steht: »Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen«.

 

Der Apostel bestätigt, dass er den Dienst empfangen hat, das Evangelium den Heiden zu verkünden. Mit „den Heiden“ müssen nicht ausschließlich Heiden gemeint sein, die bis Dato noch nie etwas mit dem Gott Israels zu tun hatten. Für die 10 Stämme in der Zerstreuung, benutzte man auch den Begriff Heiden, da sie unter die Heiden zerstreut wurden und vielfach die heidnischen Gebräuche der Völker unter welchen sie zerstreut wurden, annahmen. Auf dieses Thema wurde bereits teilweise eingegangen bei Kapitel 9, Vers 26 vom Römerbrief. In Vers 18  lesen wir, dass Paulus Aufgabe darin bestand, die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk. Wie wir bereits behandelt haben, soll uns die Gnade in Maschiach Jeshua dazu befähigen, Gottes Gebot, durch seinen Geist zu befolgen.

 

22 Darum bin ich auch oftmals verhindert worden, zu euch zu kommen. 23 Da ich jetzt aber in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe, wohl aber seit vielen Jahren ein Verlangen hege, zu euch zu kommen, 24 so will ich auf der Reise nach Spanien zu euch kommen; denn ich hoffe, euch auf der Durchreise zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich mich zuvor ein wenig an euch erquickt habe.25 Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, im Dienst für die Heiligen. 26 Es hat nämlich Mazedonien und Achaja gefallen, eine Sammlung für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zu veranstalten; 27 es hat ihnen gefallen, und sie sind es ihnen auch schuldig; denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil erhalten haben, so sind sie auch verpflichtet, jenen in den leiblichen zu dienen. 28 Sobald ich nun das ausgerichtet und ihnen diese Frucht gesichert habe, will ich über euch weiterreisen nach Spanien. 29 Ich weiß aber, daß, wenn ich zu euch komme, ich mit der Segensfülle des Evangeliums von Christus kommen werde.30 Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, um unseres Herrn Jesus Christus und der Liebe des Geistes willen, daß ihr mit mir zusammen kämpft in den Gebeten für mich zu Gott, 31 daß ich bewahrt werde vor den Ungläubigen in Judäa und daß mein Dienst für Jerusalem den Heiligen angenehm sei, 32 damit ich mit Freuden zu euch komme durch Gottes Willen und mich zusammen mit euch erquicke. 33 Der Gott des Friedens sei mit euch allen! Amen.

Aus den folgenden Versen können wir gewinnen, dass es wichtig ist, dass ein jeder seinen Anteil dazu beiträgt, dass das Reich Gottes vorangebracht wird. Paulus weist darauf hin, dass der geistige Dienst auch materieller Unterstützung bedarf. Nicht das Gott unser Geld oder unsere Arbeit benötigen würde, um seinen Plan umzusetzen. Vielmehr möchte er, dass wir an seinen Verheißungen und Plänen teilhaftig werden und dank seiner Gnade, dürfen wir Gott dienen in vielfältiger Weise. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass ein jeglicher Dienst, soweit er aus reinem Herzen erfolgt vor Gott gleichwertig ist. Ein jeder wird gebraucht und ist dazu aufgerufen im Rahmen seiner Gott gegebenen Fähigkeiten dazu beizutragen, dass der Name Gottes verherrlicht werde. Jeshua selbst war es, welcher davon sprach, dass die Ernte groß aber die Arbeiter wenige sind (Lukas 10/2). Abschließend ruft Paulus dazu auf, den Dienst vor allem auch durch Gebete zu stärken.

 

Kapitel 16

 

1 Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä ist, 2 damit ihr sie aufnehmt im Herrn, wie es sich für Heilige geziemt, und ihr in allen Dingen beisteht, in denen sie euch braucht; denn auch sie ist vielen ein Beistand gewesen, auch mir selbst. 3 Grüßt Priscilla und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, 4 die für mein Leben ihren eigenen Hals hingehalten haben, denen nicht allein ich dankbar bin, sondern auch alle Gemeinden der Heiden; 5 grüßt auch die Gemeinde in ihrem Haus! Grüßt meinen geliebten Epänetus, der ein Erstling von Achaja für Christus ist. 6 Grüßt Maria, die viel für uns gearbeitet hat.

7 Grüßt Andronicus und Junias, meine Verwandten und Mitgefangenen, die unter den Aposteln angesehen und vor mir in Christus gewesen sind. 8 Grüßt meinen im Herrn geliebten Amplias. 9 Grüßt Urbanus, unseren Mitarbeiter in Christus, und meinen geliebten Stachys. 10 Grüßt Apelles, den in Christus Bewährten; grüßt die vom Haus des Aristobulus. 11 Grüßt Herodion, meinen Verwandten; grüßt die vom Haus des Narcissus, die im Herrn sind.

12 Grüßt Tryphena und Tryphosa, die im Herrn arbeiten; grüßt die geliebte Persis, die viel gearbeitet hat im Herrn. 13 Grüßt Rufus, den Auserwählten im Herrn, und seine Mutter, die auch mir eine Mutter ist. 14 Grüßt Asynkritus, Phlegon, Hermas, Patrobas, Hermes und die Brüder bei ihnen. 15 Grüßt Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester, auch Olympas und alle Heiligen bei ihnen. 16 Grüßt einander mit einem heiligen Kuß! Es grüßen euch die Gemeinden des Christus.

17 Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie! 18 Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen. 19 Denn euer Gehorsam ist überall bekanntgeworden. Darum freue ich mich euretwegen, möchte aber, daß ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen. 20 Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch! Amen.

21 Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten. 22 Ich, Tertius, der ich den Brief niedergeschrieben habe, grüße euch im Herrn. 23 Es grüßt euch Gajus, der mich und die ganze Gemeinde beherbergt. Es grüßt euch Erastus, der Stadtverwalter, und Quartus, der Bruder. 24 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen. 25 Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, 26 das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bekanntgemacht worden ist bei allen Heiden, um Glaubensgehorsam zu bewirken 27 – ihm, dem allein weisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit! Amen.

Das letzte Kapitel dieses Briefes beinhaltet zum größten Teil persönliche Grüße und Segenswünsche des Apostels. In Vers 17-18 warnt der Apostel vor falschen Lehrern und Lehren, welche zu Spaltungen im Leib führen. Diese soll man meiden, da es ihnen vornehmlich um persönlichen Gewinn geht und nicht um den Dienst am Reich Gottes. Im 2. Timotheusbrief konkretisiert Paulus dieses, 2. Timotheus Kapitel 3, Vers 1-6: „Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, zuchtlos, dem Guten feind, treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, das Vergnügen mehr liebend als Gott; dabei haben sie den Schein von Gottseligkeit, deren Kraft aber verleugnen sie. Solche meide! Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und Weiblein gefangen nehmen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden.“

Dazu passend 2. Timotheusbrief Kapitel 4, Vers 3-4: „Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Lüsten Lehrer anhäufen werden, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zuwenden.“

Wie wir bereits behandelt haben, ist „die Wahrheit“ ein Synonym für die Torah (Psalm 119/142). In den letzten Tagen, werden viele Menschen diese Botschaft nicht hören wollen. Die Botschaft der Buße und der Abkehr von den Sünden (die Übertretung der Torah, 1. Johannes 3/4), welche unser Maschiach immer gepredigt hat, wird vielen nicht gefallen und sie werden sich Lehrer suchen, welche ihnen die sg. „Freiheit“ vom Gesetz predigen. Doch die wahre Freiheit ist es, wenn wir von unseren fleischlichen Gelüsten durch die Kraft des Heiligen Geistes frei gemacht werden und Vollmacht haben so zu wandeln, wie es Gott wohlgefällig ist, gemäß seinem Gebot. Vor der Botschaft der falschen Freiheit warnte auch Petrus schon, so lesen wir im 2. Petrusbrief Kapitel 2, Vers 18-19:

„Denn mit hochfahrenden, nichtigen Reden locken sie durch ausschweifende Fleischeslust diejenigen an sich, welche denen, die in der Irre gehen, kaum entflohen waren, dabei verheißen sie ihnen Freiheit, wo sie doch selbst Knechte des Verderbens sind; denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er geworden. Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt werden und unterliegen, so wird es mit ihnen zuletzt ärger als zuerst. Denn es wäre für sie besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als daß sie nach erlangter Erkenntnis sich wieder abwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. Es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: «Der Hund frißt wieder, was er gespien hat, und die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot!”

Maschiach hat uns nicht dazu berufen, Sklaven unserer fleischlichen Gelüste zu sein. Auch sollen wir uns nicht an den Nichtigkeiten dieser Welt erfreuen. Wie wir bereits angesprochen haben, gibt es wenige Arbeiter aber eine große Ernte. Doch wir können nicht Gott dienen und gleichzeitig unsere Zeit und Ressourcen in die Vergänglichkeiten und Vergnügungen dieser Welt investieren. Wer eine Familie hat, möge seine Kraft und Zeit dazu aufwenden, seine Familie zu führen und zu leiten und seine Kinder so zu erziehen, dass in Gottes Ratschlüssen aufwachsen. Dazu bedarf es viel Geduld und vor allem Zeit und Hingabe. Wir als Eltern haben eine große Verantwortung übertrage bekommen, denn Gott hat uns unsere Kinder anvertraut. Auch wenn es finanzielle Einbußen bedeuten mag, sollte man schauen, dass man sich selbst um die Erziehung der Kinder kümmert, statt diese an andere Stellen auszulagern.

Auch sollten wir überprüfen, womit unsere Herzen gefüllt sind im alltäglichen Leben. Denken wir mehr an die vielen „schönen“ Dinge dieser Welt oder sind wir damit beschäftigt, eine stärkere Beziehung zu Jeshua und dem Vater aufzubauen. Dies kann nur geschehen durch Gebet und Zeit mit seinem Wort und vor allem Gemeinschaft mit Geschwistern in Glauben. Jeshua hat sich gänzlich für uns geopfert und hat sein Leben gegeben. Zu nichts geringerem ist ein jeder Berufen, der von sich behauptet ein Nachfolger des Maschiachs zu sein.

Matthäus 16/24-25:

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will jemand mir nachfolgen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie finden.“

Matthäus 5/48:

„Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“

1. Petrus 2/21:

„Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten und euch ein Vorbild hinterlassen hat, dass ihr seinen Fußstapfen nachfolget.“

1. Johannes 2/16-17:

„Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und das hoffärtige Leben, kommt nicht vom Vater her, sondern von der Welt, und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“

 

Ich möchte diesen Kommentar nun abschließen. Ich hoffe, dass es zur Erbauung dienen konnte und möchte vor allem noch einmal die letzten Punkte hervorheben. In allem was wir tun, vor allem auch im Bibelstudium, soll unser Ziel nicht sein, einfach mehr, leeres Wissen anzuhäufen, sondern uns durch den Geist Gottes und sein Wort verändern zu lassen. Damit wir dem Maschiach ähnlicher werden und nach und nach befreit werden von unserem eigenen Willen und Gelüsten, welche dem Fleisch gefallen mögen aber vor Gott ein Greuel sind. Ich denke, dass noch niemand oder die allerwenigsten von uns schon an diesem Punkt angelangt sind. Doch Jeshua hat uns versprochen, dass er das Werk, welches in einem jeden von uns begonnen wurde, auch zu Ende bringen wird, Philiper 1/6: „weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“

Ich möchte jeden für seine Zeit danken und möge Jeshua Maschiach sein Werk in einem jeden von uns zu einem guten Ende führen.

 

Shalom und JHWH Segen!