Eine Anmerkung noch zum besseren Verständnis, immer wenn in der Bibel von dem „Gesetz“ die Rede ist, bezieht sich das auf die Torah (Gesetz), die fünf Bücher Mose aus dem alten Testament. Mit den „Propheten“ sind die prophetischen Bücher des Alten Testaments gemeint z.B. das Buch Jesaja, das Buch Heskiel usw.

1. Darf das Gesetz Gottes gemäß der Schrift in irgendeiner Weise verändert werden, vor dem Hintergrund, dass viele „christliche“ Glaubensdenominationen dieses taten z.B. die Streichung des 2. Gebotes durch die katholische Kirche.

5. Buch Mose, Kapitel 4, Vers 2: „Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des YHWH, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete.“

2. Hat das Gesetz für die heutigen Gläubigen noch Gültigkeit oder wurde es vielleicht durch die Kreuzigung Yeshuas (Jesus) aufgehoben?

 

Yeshua (Jesus) sagt dazu im Neuen Testament Matthäus Kapitel 5, Vers 17-18:

„Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz (Torah) oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht {ein} Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“

Es ist für jedermann leicht nachprüfbar ob Himmel und Erde weiterhin bestand haben. Wenn dem so ist, gilt jedes noch so kleine Strichlein des Gesetzes weiterhin. Sofern man geneigt ist den Worten des Messias glauben zu schenken. Die Frage zur Gültigkeit des Gesetzes wird auch vom Apostel Paulus klar und deutlich beantwortet, da die Apostelbriefe erst nach der Kreuzigung verfasst wurden sind.

Römerbrief Kapitel 3, Vers 28-31: „So kommen wir nun zu dem Schluß, daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja freilich, auch der Heiden! Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt. Heben wir nun das Gesetz (Torah) auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz(Torah).“

Römer Brief Kapitel 6, Vers 15: Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!”

Wurde in den obigen Versen deutlich, dass das Gesetz weiterhin bestand hat, werden wir im folgenden Vers sehen, warum das auch absolut notwendig ist.

Römerbrief Kapitel 7, Vers 7:

„Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewußt, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren!“

Nur durch das Verstehen des Gesetzes, der Torah (das „Alte“ Testament), ist es uns überhaupt erst möglich, zu erkennen was richtig und was falsch ist. Dieses ist der Maßstab, welcher Gott für das menschliche Zusammenleben untereinander und in der Beziehung zu Gott, für die Menschen festgelegt hat. Daher ist das Gesetz auch heute noch für jeden Gläubigen gültig. So steht es jedenfalls in der Schrift.

3. Wie nun ist die Sünde in der Schrift definiert?

1. Johannesbrief Kapitel 3, Vers 4: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“

4. Die Sünde ist also die Übertretung des Gesetzes (Torah), sind die Gläubigen denn nun auch dazu angehalten, Abkehr von der Sünde zu tun oder rechtfertigt uns der Glaube allein?

 

Yeshua (Jesus) sagte dazu im Johannesevangelium Kapitel 15, Vers 10:

„Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“

1. Johannesbrief Kapitel 2, Vers 3-4: „Und daran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht.“

1. Johannesbrief Kapitel 3, Vers 6:Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.“

1. Johannesbrief Kapitel 5, Vers 2-3: „Daran erkennen wir, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“

An diesen wenigen Versen schon wird es eigentlich klar, dass der Glaube beinhaltet, nicht weiter zu sündigen. Die Definition der Sünde sei hier nochmals in Erinnerung gerufen:

1. Johannesbrief Kapitel 3, Vers 4:

„Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“

Das Gesetz, die Torah Gottes, finden wir in den fünf Büchern Mose. Dort sind all die Gebote Gottes aufgezeichnet und dort lernen wir, wie wir vor dem Schöpfer und mit unseren Mitmenschen wandeln sollen. Natürlich soll hier ganz klar und deutlich angemerkt werden, dass die Befolgung von Geboten allein uns nicht vor Gott rechtfertigt. Nur im Verbund mit der Gnade, welche uns durch das Opfer des Messias zuteil wird, welcher stellvertretend für unsere Sünde gestorben ist, können wir Rechtfertigung erlangen. Doch dies ist verbunden mit einer Unterordnung zu Gottes Geboten und Gesetzen.

5. Gibt es in der Schrift eine Unterscheidung von Christen und Juden im Bezug auf die Gültigkeit der Gebote?

 

Brief an die Epheser Kapitel 2, Vers 11-14:

„Darum gedenkt daran, daß ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht, daß ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat.“

Der Bund YHWH galt immer nur zwischen IHM und dem Haus Israel. Es gibt keinen Bund zwischen Gott und irgendeinem anderen Volk oder einer anderen Gruppe. Der oft gebrauchte Begriff des „Neuen Bundes“ bezieht sich ebenfalls nur auf Israel. Der Neue Bund, wird im Buch des Propheten Jeremia erläutert.

Im Matthäus Evangelium Kapitel 26, Vers 27-28 lesen wir:

„Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinkt alle daraus! Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Was genau ist jetzt der neue Bund?

Dies wird erläutert im Buch des Propheten Jeremia Kapitel 31, Vers 31:

„Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde“

Genau dieser Vers aus dem Buch Jeremia, wird auch im Neuen Testament zitiert im Hebräer Brief Kapitel 8, Vers 8. Dort wird noch mal genau definiert, dass der Neue Bund nur mit dem Haus Juda und dem Haus Israel geschlossen wird.

In vielen Gemeinden wird argumentiert, dass die Gläubigen durch die Kreuzigung des Messias nun im „neuen Bund“ seien, welcher sie von jeglichen Geboten Gottes löst und keinerlei Verpflichtungen seitens des Gläubigen fordert. Dieses ist grundlegend falsch und ist in keiner einzigen Stelle in der Bibel nachzulesen. Vielmehr ist es so, dass sowohl der Alte Bund vom Berg Sinai, wo die 10 Gebote erlassen wurden und auch der neue Bund, nur mit dem Haus Israel und Juda besteht.

Das lässt sich nur dann verstehen, wenn man weiss, was genau der neue Bund wirklich ist. Dies ist nachzulesen im sg. „Alten Testament“. Darum ist es auch so wichtig zu verstehen, worin der Glaube am biblischen Schöpfer verwurzelt ist. Die Wurzel und Teilhaber des (neuen) Bundes war, ist und bleibt Israel.

Nichts desto trotz sind wir als Gläubige nun dazu eingeladen Teilhabe am Bund Gottes mit dem Haus Israel zu haben, da wir wie im Epheserbrief geschrieben steht, ohne Christus ausgeschlossen waren von der Bürgerschaft Israels und somit fremd den Bündnissen der Verheißung und ohne Hoffnung (Epheser Kapitel 2, Vers 11-14).

6. Reicht der Glaube an Gott allein aus um errettet zu werden oder bedarf es vielleicht mehr?

Jakobusbrief Kapitel 2, Vers 19-20, Vers 24 und 26:

 “Du glaubst, daß es nur {einen} Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es – und zittern! Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, daß der Glaube ohne die Werke tot ist? So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.“

Wie man hier eindeutig sehen kann, gibt es nur einen Glauben an Gott. Dieser gilt für alle, die daran teilhaben wollen. Unterscheidungen und andersartige Deutungen und Auslegungen beruhen einzig und allein auf menschlichen Doktrinen, welche unvereinbar sind mit der Schrift und wie wir ganz zu Anfang schon bemerkt haben, ist das Hinzufügen oder Hinwegnehmen aus Gottes Geboten nicht erlaubt. Darüber hinaus ist es auch eindeutig, dass der Glaube, nur durch Werke des Glaubens, wahrhaftig ist. Die Werke äußern sich durch Gehorsam gegenüber den Geboten, in Liebe und Demut gegenüber seinen Mitmenschen und Gott.

7. Können die wirklich alle falsch liegen und wie soll man als Suchender bei all der Verwirrung überhaupt noch den Durchblick behalten?

Diese Frage ist im Grunde genommen sehr leicht zu beantworten. Man sollte sich niemals auf das Wort eines anderen Menschen verlassen wenn es um solche Fragen geht, sondern sich immer vergewissern ob von Menschen gemachte Behauptungen oder Doktrinen, wirklich im Einklang mit der Schrift stehen. Das gilt natürlich auch insbesondere für die Leser dieses Textes. Leider ist es in vielen Glaubensdenominationen der Fall, dass die „Gläubigen“ sich blind auf das Wort eines sg. Rabbis, Pastors oder Ältesten verlassen. Gerne mit dem Hinweis, dass die Schrift von „Ungelehrten“ nicht verstanden werden kann. Dies ist offenkundig falsch. Die Bibel ist so geschrieben, dass ein jeder, auch ein Kind sie verstehen kann. Nicht in all ihrer Tiefe oder im vollkommenen Umfang, doch die Grundprinzipien und geistigen Konzepte sind für jedermann nachvollziehbar. Dies ist ein Geschenk des Schöpfers an die Menschen. Das beinhaltet aber auch die Verantwortung eines jeden, selbst durch Anleitung des heiligen Geistes, anhand des Schriftstudiums und im Gebet zur richtigen Erkenntnis zu gelangen. Viele machen es sich sehr einfach und vertrauen auf die Vorgaben anderer um sich ihrer eigenen Verantwortung als kritisch denkende Menschen zu entziehen. Dieser Weg mag bequem sein, endet jedoch oftmals fatal. Nicht selten machen sich falsche Lehrer diese gutgläubige Naivität und Passivität der Menschen zu nutzen für eigene Zwecke. Doch was hat die Bibel selbst zu diesem Phänomen zu sagen?

8. Warnt die Bibel vor falschen Propheten und irreführenden Lehren?

2. Thessalonicher, Kapitel 2, Vers 9-12: “ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verloren gehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“

2. Petrusbrief, Kapitel 2, Vers 1: „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.“

1. Johannes Brief, Kapitel 4, Vers 1: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“

2. Johannes Brief, Kapitel 1, Vers 9-11: „Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht!“

Der Kolosserbrief, Kapitel 2, Vers 8, macht dieses noch mal ganz deutlich:

„Habt Acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß.“

Das Gleichnis von den guten und schlechten Früchten

Matthäus 7/ 16-20:

“An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.“

Jeder Gläubige muss sich fragen, welche Früchte er erbringt für das Reich. Nirgendwo in der Bibel ist zu lesen, dass Gott das Brechen seiner Gebote, die Missachtung des Sabbats, Egoismus, Vergnügungssucht, Materialismus, Trunkenheit, Verantwortungslosigkeit und Ungehorsam als gute Frucht betrachten würde. In einem bzw. mehreren der og. Punkte, welche nur eine kleine Auswahl der weniger guten menschlichen Eigenschaften darstellen, wird sich ehrlicher Weise jeder von uns wiederfinden. Wenn dieses alles ist, was wir in unserer Lebenszeit erbracht haben und immer nur nach unserem Willen gehandelt haben, fernab der Nächstenliebe und dem Willen Gottes, dann haben wir offensichtlich keine gute Frucht erbracht. Der Mensch aus sich heraus wäre auch gar nicht in der Lage diese Dinge zum positiven zu wenden. Das kann nur der Geist Gottes im Menschen bewirken. Doch auch das geht nur, wenn der Mensch sich bereitwillig Gottes Willen unterordnet und in Liebe zu Gott versucht mehr und mehr in seinen Wegen zu wandeln. Auch wenn das bedeutet die eigenen Wege verlassen zu müssen. Yeshua ist nicht dafür gestorben, dass wir uns weiterhin ungestraft in unserem Schmutz suhlen können zum eigenen Vergnügen, sondern um uns die Chance einzuräumen Buße zu tun und Buße heisst Abkehr.

9. Warum habe ich diese Botschaft noch nie zuvor gehört in meiner Versammlung? Wenn das alles so stimmen sollte, dann würden ja nur sehr wenig Menschen überhaupt errettet werden können. Gibt die Schrift uns darauf irgendwelche Hinweise?

Yeshua (Jesus) selbst äußerte sich zu diesem Thema im Matthäus Evangelium Kapitel 7, Vers 13-14:

„Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.“

10. Yeshua (Jesus) ist doch aber barmherzig und gnädig, wird er uns vielleicht nicht doch Gnade erweisen am Tage des Gerichts, auch wenn wir uns willentlich nicht an seine Gesetze halten?

Jesus beantwortete diese Frage folgender Maßen, Matthäus Evangelium Kapitel 7, Vers 21-23:

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!”

Dieser Vers allein, sollte jedem, der von sich behauptet gläubig zu sein, zu Mindestens zum Nachdenken anregen. Die heutigen Gemeinden feiern ihre Versammlungen am unbiblischen Sonntag (dieser Tag wurde im alten Rom zur Anbetung des Sonnengötzen „Sol Invictus“ genutzt) während der vom Schöpfer vorgegebene Ruhe und Versammlungstag der Sabbat ist. Viele Leute essen Schweinefleisch, was Gott streng untersagt hat und keine der vielbesuchten Sonntagsgemeinden feiert die biblischen Feste (z.B. das Passahfest, das Laubhüttenfest, Posaunenfest uw.)

11. Gibt es nicht vielleicht doch noch andere Wege in die Erlösung zu kommen?

Yeshua beantwortet diese Frage im Johannesevangelium Kapitel 14, Vers 5-6:

„Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg kennen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“

Abschließende Anmerkungen

In der og. Aufstellung konnten längst nicht alle Schriftstellen genannt werden, die über die einzelnen Fragen Aufschluss geben. Grundsätzlich ist die Schrift jedoch sehr eindeutig in der Frage ob die Gebote noch gelten, welcher Weg in die Erlösung führt und wie ein Lebenswandel im Glauben aussehen soll. Wohlmöglich mutet das auf den ersten Blick verängstigend oder gar unmöglich an vor allem in unserer heutigen Zeit.

Durch das Blut des Erlösers Jesus Christus wurden die Menschen freigekauft von dem Fluch des Gesetzes, welcher besagt, dass jeder sterben muss, der es bricht. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir jetzt einen Freifahrtschein erhalten haben, der uns alles erlaubt ohne Konsequenzen. Für die Sünden, die wir in Unwissenheit oder Schwäche begangen haben und begehen werden, gilt die Erlösung, welche durch das Blut des Messias teuer erkauft wurde. Doch die Erlösung gilt nicht universell, sondern muss erbittet werden. Dies tut man, indem man Jesus als den Sohn Gottes und Erlöser anerkennt, seine Sünden bekennt und Buße tut. Dieses bedeutet Abkehr von der Sünde. Ein weiterführen von sündigem Verhalten wider besseren Wissens jedoch ist Rebellion. Dafür gibt es keine Errettung. Der Weg zurück kann beschwerlich und mühsam werden. Aus eigener Kraft heraus, ist es einem Menschen sowieso unmöglich von seinen Begierden abzulassen. Dieses ist nur mit Gottes Hilfe möglich. Durch lesen der Schrift und dem regelmäßigen Gebet, wird man jedoch die Erkenntnis und die Kraft gewinnen, in Gottes Pfaden zu wandeln. Natürlich ist das mit teilweise drastischen Umstellungen verbunden und Gegenwind aus dem persönlichen Umfeld ist ebenfalls wahrscheinlich. Yeshua hat diejenigen, welche glauben wollen, darüber jedoch nicht im Dunkeln gelassen.

Im Matthäus Evangelium Kapitel 16, Vers 24 lesen wir:

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“

Oftmals wird das persönliche Umfeld mit Spott oder Schmähungen reagieren wie im Johannes Evangelium Kapitel 15, Vers 20 geschrieben steht:

“Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort [argwöhnisch] achtgehabt, so werden sie auch auf das eure [argwöhnisch] achthaben. Oder der 2. Petrusbrief Kapitel 3, Vers 3:

Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln.“ Auf der anderen Seite wird der Gläubige aber auch dazu ermutigt, sich davon nicht beeinflussen zu lassen; Matthäus Evangelium Kapitel 5, Vers 11-12:

“Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind“.

Ein Jeder ist zwar dazu aufgerufen, das Geschenk der Erlösung anzunehmen, doch dieses ist mit genau definierten Bedingungen verbunden, wie anhand der verschiedenen Verse zu sehen war. Der Schöpfer opferte seinem einzigen Sohn, welcher darüber hinaus frei von jeder Schuld und Sünde war, doch nicht damit wir Menschen weiterhin Morden, Rauben, Lügen, Betrügen, Huren und selbstsüchtig sein können. Dafür ist der Messias nicht gestorben. Sondern sein freiwilliges Opfer hatte den Zweck, dass uns Menschen überhaupt erst die Möglichkeit gegeben wurde uns von unseren Sünden reinwaschen zu lassen und Buße zu tun. Buße heißt Abkehr. So wie Yeshua zur Frau, welche beim Ehebruch erwischt wurde sagte, nachdem er ihr vergeben hatte.

„Gehe hin und sündige nicht mehr!“ (Johannes Evangl. Kapitel 8, Vers 11)

Natürlich sollte jeder die Schrift genau prüfen und nicht einfach das annehmen, was andere behaupten, darum soll auch dieser Text vor allem dazu anhalten, die hier gemachten Aussagen anhand der Schrift kritisch nachzuprüfen. Doch all das soll nicht dazu dienen, den Mut zu verlieren oder sich einer unlösbaren Aufgabe gegenüber zu sehen. Der Mensch selber, wird aus sich heraus nicht bestehen können aber durch die Kraft Gottes und die Leitung des Heiligen Geistes, ist nichts unmöglich, wie im Matthäus Evangelium Kapitel 19, Vers 25-26 geschrieben steht:

„Als seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Wer kann dann überhaupt gerettet werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.“