Dieser Artikel soll sich mit der sehr wichtigen Frage auseinandersetzten ob der Erlöser und Maschiach Jeshua, Gott ist und welchen Status er in der Heiligen Schrift tatsächlich einnimmt. Es gibt zu dieser Thematik eine ganze Reihe von Thesen und Meinungen. Diese Frage ist sehr wichtig für jeden Gläubigen und niemand sollte diese Thematik auf die lange Bank schieben.

Denn wenn die Antwort auf diese Frage anhand der Bibel mit Ja zu beantworten ist und jemand glaubt dies nicht, besteht die akute Gefahr seine Erlösung aufs Spiel zu setzen. Sollte es jedoch so sein, dass die Antwort auf diese Frage mit Nein zu beantworten wäre und man würde (fälschlicher Weise?) an die Göttlichkeit Yeshuas Glauben, dann hätte dies zur Folge, dass man einen falschen Gott angebetet hätte. Dies wäre ein direkter Verstoß gegen das 1. Gebot, 2. Mose 20/2-3:

„Ich bin JHWH, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“

 

Für unseren Glauben und unsere Beziehung zu Gott ist es wichtig bei diesem Punkt zu einem klaren und festen Verständnis zu gelangen. Bevor wir in unserem Glaubenswandel weiter voranschreiten können, müssen wir zuerst einmal geklärt haben, welchen Gott wir denn tatsächlich anbeten, denn andernfalls ist unser Glaube vergebens. Ich denke, dass sich diese Frage anhand der Heiligen Schrift zweifelsfrei beantworten lässt. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da die Fülle an Versen zu dieser Thematik erheblich ist.

Wer ist der Schöpfer von Himmel und Erde?

Kol. 1:15-16:

„dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen

i.V.m. Johan. 1/1-3 und Johan 1/16:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist…Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

Anhand dieser Verse können wir feststellen:

Jeshua ist das Wort Gottes, welches am Anfang bei Gott war und auch selbst Gott war. Darüber hinaus ist alles durch das Wort (=Jeshua) entstanden und er war es, der Himmel und Erde erschaffen hat. Wenn alles auf Himmel und Erde durch Jeshua geschaffen wurde, dann wäre es naheliegend, dass auch die Torah von Jeshua gegeben wurde. Vor allem wenn man bedenkt, dass Jeshua als das Wort Gottes bezeichnet wird, denn letztendlich ist die Torah ja genau das: „Das Wort Gottes“.

Wer war der Gesetzgeber am Berg Sinai?

Bevor wir uns näher mit dieser Frage beschäftigen, möchte ich eine rhetorische Frage in den Raum stellen. Wer ist derjenige, welcher uns errettet?

…Ich denke, dass wir uns soweit darauf einigen können, dass Jeshua derjenige ist, welcher uns Erlösung schenkt

Lukas 1/68: „Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet“

2. Timoth. 1/9:der uns gerettet und mit einem heiligen Ruf berufen hat, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Mashiach Jeshua vor ewigen Zeiten gegeben.“

Jeshua ist unser Erlöser, was auch schon an seinem Namen zu sehen ist, denn Jeshua bedeutet „Erlösung, Errettung bzw. er wird erlösen“. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns nun folgende Verse anschauen:

Hosea 13/4: „Ich aber bin JHWH, dein Gott, vom Lande Ägypten her, und außer mir kennst du keinen Gott, und es gibt keinen Retter als mich allein!“ (Wenn Jeshua unser Erretter ist, dann muss er auch JHWH unser Gott sein, gemäß diesem Vers)

Jak. 4/12:Einer nur ist Gesetzgeber und Richter, er, der retten und verderben kann; wer aber bist du, dass du deinen Nächsten richtest?“

Psalm 50/1 u.6: „Ein Psalm Asaphs: JHWH, der starke Gott, hat geredet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Da verkündigten die Himmel seine Gerechtigkeit, dass Gott selbst Richter ist.“

Johan 5/22-23:Denn der Vater richtet auch niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ Hier bezeugt Jeshua, dass nicht der Vater richtet, sondern der Sohn. Wenn wir nun nochmal die og. Verse aus Psalm 50 dazu nehmen, wo steht, dass JHWH der stake Gott ist, welcher selbst richtet, bleibt keine andere Möglichkeit mehr als das Jeshua sowohl Richter als auch Gott ist!

Jes 43/11-12: „Ich, ich bin JHWH, und außer mir ist kein Erretter. Ich habe verkündigt, geholfen und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der JHWH, dass ich Gott bin.“

Jes 43/14: „So spricht JHWH, der Heilige Israels, euer Erlöser

Jes. 44/6: „So spricht JHWH, der König Israels, und sein Erlöser, JHWH der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“

Offenb. 22/13: „Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ (Anmerkung, wir wissen aus Apostelgeschichte 26/14, dass Jeshua im Himmel Hebräisch gesprochen hat. Demnach hätte er dort gesagt „ich bin das Aleph und das Taph (der erste und letzte Buchstabe des hebr. Alphabets)

Aus den og. Versen lassen sich ein paar eindeutige Verknüpfungen schließen. Es gibt nur einen Gesetzgeber. Dieser ist derjenige, welcher rettet und richtet. Wir wissen, dass Jeshua uns errettet. Darüber hinaus ist er aber auch derjenige, welcher uns richtet:

Röm 14/10: „Wir werden alle vor dem Richterstuhl Maschiachs erscheinen.“

Im Markus Evangelium, Kapitel 2, Vers 5-7 lesen wir:

„Als aber Jeshua ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Es saßen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren Herzen: Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?“

Hier sehen wir gleich zwei klare Belege dafür, dass Jeshua wahrhaftig auch Gott ist. Er konnte den Menschen die Sünden vergeben, etwas was nur Gott zu tun vermag. Daraufhin dachten die Pharisäer, dass Jeshua lästert, da er sich somit selbst zu Gott erklärte. Doch auch die Gedanken der Pharisäer vermochte Jeshua zu lesen auch dieses kann nur Gott vollbringen. Da Jeshua unser Richter ist und wir im Tanach lesen, dass JHWH unser Gott und Richter ist, war es ihm auch möglich aus dieser Autorität heraus, einem Menschen die Sünden zu vergeben.

Gemäß Jakobus und auch Psalm 50 ist Jeshua derjenige, welcher uns richten oder erretten kann und ist somit auch der Gesetzgeber vom Berg Sinai. In Jesaja konnten wir lesen, dass JHWH der Erlöser Israels ist. Darüber hinaus ist JHWH auch der König Israels und JHWH sagt in Jes 44/6, dass er der Erste und der Letzte ist. Genau das was Jeshua von sich selbst sagt in Offenb. 22/13.

All dieses lässt eigentlich nur einen Schluss zu:

–Jeshua ist JHWH!-

Johan 1/23: „Er sprach: Ich bin «eine Stimme, die da ruft in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!» wie der Prophet Jesaja gesagt hat.“ Dies ist das Zeugnis welches Johannes der Täufer über Jeshua abgibt. Er ebnet also den Weg Yeshuas. Jedoch bezieht sich Johannes dabei auf das Buch Jesaja. Dort lesen wir in Jes 40/3: „Eine Stimme ruft: In der Wüste bereitet den Weg JHWH, ebnet auf dem Gefilde eine Bahn unserem Gott!“

Nicht nur geht hieraus hervor, dass Jeshua JHWH ist, sondern auch, dass Jeshua Gott ist.

Jes. 45/21-23: „War Ich es nicht, JHWH, außer dem kein anderer Gott ist, der gerechte Gott und Erretter? Außer mir ist keiner. Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott und keiner sonst! Ich schwöre bei mir selbst, Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, ein Wort, das nicht zurückgenommen wird: Mir soll sich beugen jedes Knie und schwören jede Zunge.“

Röm. 14/10-12: „Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen; denn es steht geschrieben: «So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir soll sich beugen jedes Knie, und jede Zunge wird Gott bekennen.“

Phil. 2/10-11: „damit in dem Namen Jeshua sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jeshua Maschiach der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

Ich fasse nochmal zusammen. Johannes bezeugt, dass er den Weg Yeshuas ebnet und zitiert einen Vers, wo ausdrücklich steht, dass die Stimme aus der Wüste den Weg für JHWH, unseren Gott ebnet. In Jesaja konnten wir lesen, dass JHWH der einzige Gott ist, welcher richtet und errettet. Doch im Römerbrief und in Philipper konnten wir lesen, dass Jeshua unser Richter sein wird und auch Jeshua selbst bezeugte im Johannesevangelium, dass nicht der Vater Gericht halten wird, sondern Jeshua persönlich. In der Offenbarung bekommen wir eine Beschreibung über das Endgericht, Offenb. 20/12:

„Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken.“

Hier wird es nochmal deutlich, dass Jeshua auf dem Thron sitzt um Gericht zu halten und er wird als Gott bezeichnet.

Im Buch der Psalmen können wir ebenfalls lesen, dass Gott unser Richter ist. In Psalm 75/7-8 steht geschrieben:

„Denn weder von Osten noch von Westen, auch nicht von der Wüste her kommt Erhöhung; sondern Gott ist der Richter; den einen erniedrigt, den anderen erhöht er.“

Weitere Hinweise und Eigenschaften, dass Jeshua JHWH ist

Einer der bekanntesten Aussprüche Yeshuas, welchem jedoch oftmals wenig Beachtung geschenkt wird, lesen wir im Matthäus Evangelium Kapitel 18, Vers 20:

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“

Wir können davon ausgehen, dass sich zu jeder gegebenen Tages- und Nachtzeit, eine sehr große Zahl von Nachfolgern, mitunter gleichzeitig, im Namen Yeshuas versammelt. Damit Jeshua seinem eignen Ausspruch gerecht werden kann, muss er omnipräsent sein, er muss an mehreren Orten gleichzeitig anwesend sein können und er muss über das Wissen verfügen, wann und wo Menschen sich in seinem Namen versammeln. Diese Eigenschaft der Omnipräsenz ist eine Eigenschaft, welche nur Gott haben kann. Kein Engel oder irgendein anderes geschaffenes Wesen verfügt über solch eine Macht.

Im Philipper Brief Kapitel 3, Vers 20-21 lesen wir:

„Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jeshua Maschiach erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.“

Hier lernen wir, dass Jeshua persönlich unseren fleischlichen Leib, in einen verherrlichten Leib verwandeln wird, Ihm gleichförmig. Nur Gott vermag dies zu tun, kein Engel oä. wäre in der Lage und hätte die Autorität aus dem sterblichen Menschen ein verherrlichtes Wesen zu erschaffen.

Bei der Erschaffung des Menschen lesen wir, dass Gott dem geformten Menschen den Lebensodem einhauchte, 1. Mose 2/7: 

„Und JHWH Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.”

 

Jeshua bestätigt uns, dass er derselbe ist, welcher Adam den Lebensodem einhauchte, Johannesevangelium 20/22:

„Und als er dies gesagt hatte, hauchte er in sie und spricht zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist!”

In den folgenden Versen werden wir lesen, dass Jeshua sogar Anbetung zu Teil werden darf:

Matthäus 14/33: „Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“

Matthäus 28/9: „Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jeshua und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an.“

Matthäus 28/17-18: „Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jeshua trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“

Es bleibt zu beachten, dass in keiner dieser Verse Jeshua widersprach oder seine Jünger zurechtwies. Doch wir wissen, dass Gott seine Ehre mit niemandem teilt und Anbetung nur Gott zu Teil werden darf. In Jesaja Kapitel 42/8 lesen wir:

„Ich bin JHWH, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen!“ Dazu passend steht in Jesaja 48/11: „Um meinetwillen, um meinet willen will ich es vollbringen! Denn wie würde ich sonst gelästert! Und ich will meine Ehre keinem anderen geben.“

Dieses Konzept finden wir auch im Buch der Offenbarung wo der Apostel Johannes vor einem Engel niederfiel um ihn anzubeten, Kapitel 19/10:

„Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jeshua haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jeshua ist der Geist der Weissagung.“

Nun wollen wir mal sehen, ob Jeshua, dem Lamm Gottes im Buch der Offenbarung Anbetung wiederfuhr. Dazu lesen wir Kapitel 5. Vers 6-8:

„Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.“

Weiter lesen wir in Kapitel 5, Vers 12-13:

„die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob! Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist, und was auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!“

In diesen Versen sehen wir ganz deutlich, dass Jeshua (Gott der Sohn) und Der, welcher auf dem Thron sitzt (Gott der Vater) gleichermaßen angebetet werden. Dies kann nur möglich sein, wenn Jeshua ebenfalls Gott ist, neben dem Vater. Denn wie wir zuvor in den Propheten gelesen haben, wird JHWH seine Ehre mit keinem Geschöpf (=geschaffenen Wesen jeglicher Art) teilen. Doch Jeshua der Sohn Gottes und ebenfalls Elohim (Gott) ist der Anbetung würdig.

Im Lukasevangelium, Kapitel 7/19-22, schickt Johannes der Täufer, welcher sich zu diesem Zeitpunkt in Gefangenschaft befand, einige seiner Jünger zu Jeshua. Es ließ folgende Frage an Jeshua stellen, Luk 7/19:

„Bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?“ Jeshua war gerade dabei viel kranke zu heilen und gab den Männern folgende Antwort, Luk 7/22: „Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium verkündigt.“ Jeshua hat sich diese Antwort nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern bezog sich auf eine Prophetie, welche auf JHWH deutet. So lesen wir in Psalm 146/8: „JHWH macht die Blinden sehend; JHWH richtet die Elenden auf; JHWH liebt die Gerechten.“

1. Mose 18/1-2:Und JHWH erschien ihm (Avraham) bei den Eichen Mamres, da er an der Tür seiner Hütte saß, als der Tag am heißesten war. Als er nämlich seine Augen aufhob und sich umsah, siehe, da standen drei Männer ihm gegenüber. Und als er sie sah, eilte er ihnen entgegen von der Türe seiner Hütte, bückte sich zur Erde nieder.“

Im weiteren Verlauf dieser Begegnung ist zu sehen, dass JHWH hier in menschlicher Gestalt zu Avraham kam und mit ihm redete, er hat sogar gegessen.

2. Mose 24/10-11: „und sie sahen den Gott Israels, und unter seinen Füßen war ein Boden wie von Saphirsteinen und so klar wie der Himmel selbst. Und er legte seine Hand nicht an die Auserwählten der Kinder Israel. Und als sie Gott gesehen hatten, aßen und tranken sie.“

Auch hier sehen Moshe und die Ältesten den Gott Israels in einer Menschlichen Gestalt, denn er hatte Füße. Doch wie kann das sein? Ist der Vater den Erzvätern in menschlicher Gestalt erschienen oder sandte er nicht eher seinen Sohn Jeshua?

Jeshua lässt uns dazu wissen in Joh. 1/18:

Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoße des Vaters ist, der hat uns Aufschluss über ihn gegeben.“

Da niemand Gott den Vater jemals gesehen hat, bleibt nur die Möglichkeit, dass überall wo Menschen mit JHWH in Verbindung traten, sie mit Jeshua zu tun hatten. Etwas anderes würde auch gar keinen Sinn ergeben. Wir haben schon etablieren können, dass Jeshua der Schöpfer von Himmel und Erde ist und dass alles durch ihn hervorgebracht wurde. Doch in der Schöpfungsgeschichte im 1. Mose lesen wir, dass Gott alles erschaffen hat. Wenn Jeshua also der Schöpfer von allen Dingen ist, dann muss er Gott sein, denn nur Gott hat die Macht Dinge zu erschaffen. Weder Engel noch andere geschaffene Wesen wären dazu in der Lage.

Jeshua ist unser Mittler zu Gott dem Vater. Durch die Sünde sind wir getrennt vom Vater und ein direkter Kontakt ist nicht möglich. Dies kann erst wieder gesehen, wenn der Tod und die Macht des Teufels endgültig besiegt wurden. Dies wird gesehen, nach dem Endgericht, wenn das Neue Jerusalem aus dem Himmel, auf die neue Erde hinunterkommt:

1. Kor. 15/24-28: „wenn er das Reich Gott und dem Vater übergibt, wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt und Macht. Denn er muß herrschen, «bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod abgetan. Denn «alles hat er unter seine Füße getan». Wenn er aber sagt, dass ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, welcher ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allen.”

Glaubten die Apostel an die Göttlichkeit Yeshuas?

1. Johan 5/20: „wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns einen Sinn gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jeshua Maschiach. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“

Als Thomas seine Hand in die Wunden Yeshuas legte sprach er, Johan. 20/28:

„Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“

Hebr. 1/8-9: „aber von dem Sohn: «Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter; du hast Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit gehaßt, darum hat dich, oh Gott (Elohim), dein Gott (Eloheycha) mit Freudenöl gesalbt, mehr als deine Genossen!» “

(Zitat aus Psalm 45/7-8) Auch der Hebräer Autor macht uns hier deutlich, dass Gott der Vater, Gott den Sohn mit Öl gesalbt hat. Sowohl im Hebräischen als auch im Griechischem Text ist klar, dass dort Gott von seinem Gott (Eloheycha) gesalbt wurde. Alle gängigen Bibelübersetzungen, inkl. der JPS (Jewish Publication Society) Bibel übersetzt diesen speziellen Vers so, dass Gott von Seinem Gott gesalbt wurde. Hier kann überhaupt kein Zweifel daran aufkommen, dass Gott Jeshua hier von Gott dem Vater gesalbt wurde. Damit wird auch nochmals deutlich, dass Jeshua nicht der Vater ist, sondern der Vater und Jeshua sind verschiedene Wesenheiten, welche jedoch beide den Status von Gott (Elohim) haben.

Röm. 9/5: „ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleische nach Maschiach, der da ist über alle, hochgelobter Gott, in Ewigkeit. Amen!

2. Petr. 1/1: „welche einen gleich wertvollen Glauben erlangt haben wie wir an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jeshua Maschiach.“

Kolosser 2/9-10: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr habt die Fülle in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.“

Titus 2/13-14: „indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jeshua Maschiach, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.“

2. Petrus 1/1: „Simon Petrus, Knecht und Apostel Jeshua Maschiach, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jeshua Maschiach.“

Philipper 2/5-6: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Maschiach Jeshua auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein.“

Es gibt doch nur einen Gott, wie kann dann Jeshua auch Gott sein?

Diese Frage wird oft von Menschen in den Raum geworfen, welche die Göttlichkeit Yeshuas nicht anerkennen wollen. Das Konzept des Einen Gottes ist ein elementarer Bestandteil des biblischen Glaubens. Wenn es Gott den Vater gibt, dann kann demnach nicht Jeshua der Sohn auch Gott sein, so die These. Aus unserem weltlichen Verständnis heraus scheint dies die einzig logische Schlussfolgerung zu sein. Doch das biblische Konzept ist ein Anderes. Das Shema Israel aus dem 5 . Mose 6/4-5 ist wie Jeshua sagt, dass größte Gebot: „Höre Israel, JHWH ist unser Gott, JHWH allein. Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit aller deiner Kraft!“

Im hebräischen würde man sagen: JHWH Eloheynu JHWH Echad. Das Wort Echad ist im deutschen mit Eins oder Einer übersetzt. Demnach gibt es nur einen Gott. Man kann das Wort Echad mit der Ziffer 1 übersetzen, jedoch wird dieses Wort in der Bibel auch im Zusammenhang einer starken Einheit gesehen. So lesen wir im 1. Mose 2/23-24: „Da sprach der Mensch: Das ist nun einmal Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll Männin heißen; denn sie ist dem Mann entnommen! Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, dass sie zu einem (=echad) Fleische werden.“ Hier sehen wir das Konzept, dass es zwar Mann und Frau also zwei Individuen sind, doch sie werden zu einem Fleisch, sie werden Echad. Genau so ist auch die Verbindung zwischen Gott dem Vater und dem Gott Jeshua zu verstehen.

In Johan 10/30 spricht Jeshua: „Ich und der Vater sind eins.“ Da Jeshua hebräisch gesprochen hat, hätte er gesagt, ich und der Vater sind Echad.

Johan 14/10-11: „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke. Glaubet mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen!“

Jeshua und der Vater sind in ihrem ganzen Denken und Handeln Eins. Sie sind zwar zwei aber auch wieder Eins. Aus dem biblischem Kontext heraus ist ersichtlich, dass es einen Gott geben kann in dem Vater und dem Sohn, weil beide Echad sind.

 

Warum ist es so wichtig, daran zu glauben, dass Jeshua Gott ist?

Joha. 8/24: „Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubet, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“

Jeshua gibt uns hier eine eindeutige Warnung. Wer nicht glaubt, dass Jeshua (Gott)„IST“, der wird in seinen Sünden sterben. Auf den ersten Blick scheint es nicht ganz klar, was genau uns Jeshua hier sagen möchte. Es gibt einen weiteren Vers, den wir uns in diesem Zusammenhang anschauen müssen, Johan 8/58:

„Jeshua sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!“

Hier nutzt Jeshua für sich einen Titel, welchen JHWH gegenüber Moses genutzt hatte, als er aus dem brennenden Busch zu ihm sprach.

2. Mose 3/13-14: „Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen werden: Wie heißt sein Name? Was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: «Ich bin, der ich bin!» Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu euch gesandt.“

Im hebräischen steht dort „Ehije ascher Ehije“ was man am ehesten übersetzten könnte mit „ich werde derjenige sein, welcher ich sein werde“. Indem Jeshua diesen speziellen Titel auf sich anwendet, sagt er, dass er der Gott ist, welcher zu Moses aus dem brennenden Busch gesprochen hatte. Die Pharisäer wussten genau was Jeshua meinte als er dies sagte, denn sie wollten ihn darauf hin wegen Gotteslästerung steinigen, Johan 8/59:

„Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jeshua aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hindurch, und entwich also.“ Als Jeshua die Pharisäer zur Rede stellt und fragt weshalb sie ihn trotz der guten Werke, die er tut steinigen wollen, da antworteten sie, Johan 10/33: „Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen einer Lästerung und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!“

Johan. 5/18: Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte.“

Die Pharisäer wussten, dass Jeshua für sich den Anspruch erhob Gott zu sein und da sie nicht daran glaubten, wollten sie ihn umbringen. Doch wie Jeshua in Johan 8/24 spricht:

„wenn ihr nicht glaubet, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“

Die Lehre, dass Jeshua nicht Gott sei, ist eine satanische Lehre, 1. Johan 2/22:

„Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jeshua der Maschiach sei? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet!“

Das ist auch der Grund, weshalb viele der Pharisäer nicht an die Göttlichkeit Yeshuas glauben wollten, Johan. 8/44:

Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun; der war ein Menschenmörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“

Ich hoffe liebe Brüder und Schwestern, dass diese Ausarbeitung für Klarheit sorgen konnte bezüglich der unbestrittenen Göttlichkeit unseres Herrn Jeshua Ha Maschiach. Die Heilige Schrift lässt uns dahingehend nicht im Dunkeln. Es besteht kein Grund an der satanischen Lehre festzuhalten, welche besagt, dass Jeshua nicht Gott sei. Möge sich niemand seiner Erlösung berauben lassen.

Im Namen Yeshuas Schalom!