Shalom,

wir Menschen liegen mit unserem Urteilsvermögen oft falsch. Oftmals hört man Sätze wie:

  • Vertraue auf Dein Herz.
  • Ich habe es im Herzen gespürt.
  • Mein Herz hat es mir gesagt.
  • Wenn es sich im Herzen gut anfühlt, dann muss es richtig sein.

Man kann i.d.R. davon ausgehen, wenn man solche oder ähnliche Sätze hört, wahrscheinlich nichts Gutes darauf folgen wird. Unser Schöpfer weiss um diese Problematik und hat uns auch sogleich mit der Lösung dieses Problems ausgestattet – seinem Wort. Doch oftmals neigen wir dazu unseren inneren Eingebungen zu folgen, ohne vorher abzuklären, ob dies mit Gottes Geboten in Einklang zu bringen ist. Dies kann zu unschönen Konsequenzen führen. Doch was hat die Bibel zu diesen Dingen zu sagen und sollten wir auf die Stimme unseres Herzens hören? 

Wir Menschen können sehr erfinderisch darin sein, uns selbst zu täuschen. Wenn der Mensch sich etwas im Herzen vorgenommen hat, dann wird er Gründe finden, wieso es vertretbar ist, dieser Sache nachzugeben. Doch die Schrift warnt uns vor den Fallstricken, die wir uns selbst legen, wenn wir nur auf unser Herz vertrauen.

Jeremia 17/9-10:

Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem Einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten.

Auch Yeshua macht uns darauf aufmerksam, dass aus dem Herzen des Menschen selten etwas Gutes hervorgeht. 

Markus 7:21-23:

Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

Auch unser eigener Verstand kann uns mitunter in die Irre leiten, denn nicht selten versuchen wir berechtigte Bedenken wegzurationalisieren, damit wir unseren inneren Wünschen nachgeben können.

Sprüche 3/ 5-7

Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen. Halte dich nicht selbst für weise; fürchte den Herrn und weiche vom Bösen!

König Salomo, welcher als weisester Mann der Erde galt, warnt hier eindrücklich davor, sich beim Treffen von Entscheidungen auf eigene Ansichten zu verlassen . Vielmehr sollen wir von ganzem Herzen auf Gott vertrauen und vom Bösen weichen. Es gibt auf dieser Webseite auch eine Wortstudie zum Thema: Was ist böse aus hebräischer Sichtweise

 

Was sollen wir also tun? 

Wir Menschen haben Wünsche und Neigungen, denen jedoch nicht ungeprüft nachgegangen werden sollte. Im Idealfall richten sich diese vornehmlich der getreuen Nachfolge im Einklang mit Gottes Ratschlüssen, geleitet durch Vernunft und Weitsicht. Es gibt natürlich auch gewisse Spielräume, die jedoch nicht ausgereizt werden sollten. So ist es z.B. nicht per se verboten, eine Anschaffung zu tätigen. Doch sollten wir vorher bedenken, ob wir die finanzielle Belastung auch wirklich tragen können und ob wir es geistig vertreten können. Auf der anderen Seite gibt es Dinge, welche sich biblisch betrachtet von vornherein ausschließen. Das können Dinge sein, welche z.B. mit Habsucht, Unzucht oder Götzendienst in Verbindung stehen.

Wirklich sicher können wir uns nur dann sein, wenn wir alles unter Berücksichtigung von Gottes Geboten und durch Gebet abwägen. Gottes Gebote sind Wahrheit und danach sollen wir uns ausrichten.

Psalm 86 /11:

Weise mir, Herr, deinen Weg, damit ich wandle in deiner Wahrheit; richte mein Herz auf das eine, dass ich deinen Namen fürchte!

Psalmen 119:86

Alle deine Gebote sind Wahrheit; sie aber verfolgen mich mit Lügen; hilf mir!

 

Psalmen 119:142

Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.

Fazit

Wir Menschen neigen oft zu irrationalem und nicht selten törichtem Handeln. Unser gefallener Zustand und unsere fleischlichen Neigungen können uns in sehr prekäre Situationen bringen. Gott hat uns jedoch einen effektiven Schutz zur Seite gestellt. Seine Gebote sollen uns u.a. darin leiten in Weisheit und Vernunft zu wandeln. Darüber hinaus müssen wir uns im beständigen Gebet befinden, damit wir darin geübt werden, unserem Fleisch zu widerstehen und den Weg des Geistes zu wählen. Mit der Zeit sollte dies dazu führen, dass uns ein Wandel gemäß den Geboten zunehmend leichter fällt. Definitiv sollten wir nicht auf unser Herz oder unseren Verstand hören, bevor wir selbige nicht mit Gottes Wort abgeglichen haben. Dies dient nicht zu unserer Knechtschaft, sonder zu unserem Schutz.

Gott ist unser Vater und möchte uns vor uns selbst schützen, da wir oftmals nicht die Konsequenzen unserer Entscheidungen richtig einschätzen. Die Menschen haben noch nie so “frei” gelebt wie es heute der Fall ist. Doch leider hat dies nicht dazu beigetragen, dass es den Menschen insgesamt besser geht. Die Zahl von Menschen, die psychiatrisch behandelt werden müssen, unter Depressionen leiden und insgesamt unglücklich sind, war noch nie so hoch wie heute. Je weiter sich eine Gesellschaft von Gottes Ratschlüssen entfernt, umso schlimmer wird es in der Regel.

Auch die Verbrechensraten und die allgemeine Gesetzlosigkeit innerhalb der Gesellschaft ist auf einem absoluten Rekordniveau. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind so schlecht wie noch nie. Ehen halten nicht mehr, die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern sind gestört und die Gesellschaft ist in einem unaufhaltbaren Zerfallsprozess, und das auf allen Ebenen. Diese Früchte zeugen davon, dass der Mensch sich in seinen Entscheidungen von seinem eigenen Herzen leiten lässt. Das wird letztendlich zu verheerenden Ergebnissen führen. Natürlich muss ein jeglicher selber für sich entscheiden, welchen Weg er oder sie einschlagen möchte.