Das zentrale Thema des Neuen Testament: Die Wiederherstellung der 12 Stämme Israels durch den Messias Yeshua

Im Matthäus Evangelium wurde Yeshua von den Jüngern Johannes des Täufers gefragt, ob er der Messias sei. Daraufhin antwortete Yeshua ihnen im Matth. 11, Vers 4-5:

Geht hin und verkündigt dem Johannes, was ihr seht und hört: Blinde werden sehend, und Lahme wandeln, Aussätzige werden rein, und Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium gepredigt.

Um zu untermauern, dass Yeshua der Messias ist, von dem die Torah, die Schriften und die Propheten berichten, verweist er darauf, dass er die Blinden, Lahmen, Tauben und Aussätzigen heilt. Denn all diese Gebrechen wurden in den Schriften auf Israel übertragen. Er möchte damit zeigen, dass er Israel wiederherstellen wird, indem er sie von den Krankheiten heilt, welche aufgrund der Sünde über sie gekommen sind.

All die Heilswerke Yeshuas, welche er während seines ersten Dienstes auf Erden vollbrachte, deuteten prophetisch auf die Wiederherstellung Israels hin. In der Tat wurden Menschen geheilt, Dämonen ausgetrieben und Sünden vergeben. Doch im tieferen Sinn wollte Yeshua damit zeigen, dass er der Messias ist, welcher Israel wiederherstellen wird. Der Evangelist Johannes bestätigt uns dies. So lesen wir im Johannes Evangelium Kapitel 2, Vers 30-31:

Noch viele andere Zeichen tat Yeshua vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Yeshua der Maschiach, der Sohn Gottes ist, und dass ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Demnach wurden von den vielen Dingen, die Yeshua hier auf Erden vollbracht hat, nur ganz speziell diejenigen in die Evangelien aufgenommen, welche prophetisch auf die Wiederherstellung Israels deuteten. Im Matthäus Evangelium Kapitel 15, Vers 29-31 lesen wir folgendes:

Und Yeshua zog weiter und kam an das galiläische Meer, und er stieg auf den Berg und setzte sich nieder. Und es kamen zu ihm große Volksmengen, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich, und sie legten sie zu seinen Füßen, und er heilte sie, so dass sich die Menge verwunderte, als sie sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme wandelten und Blinde sehend wurden und sie priesen den Gott Israels.

Die Bezeichnung „große Volksmenge“ lässt sich auf das Haus Israel (10 Stämme/ Nordreich) beziehen. Als Jaakov den jüngeren Sohn von Joseph, Ephraim, segnete, gab er ihm die Verheißung, dass aus ihm eine große Volksmenge entstehen würde, 1. Buch Mose Kapitel 48, Vers 16:

Der Engel, der mich erlöset hat von allem Übel, der segne die Knaben, und durch sie werde mein Name genannt und der Name meiner Väter Abraham und Isaak, und sie sollen zu einer großen Menge werden auf Erden!

In Vers 19 lesen wir:

Auch er (Manasse) soll zu einem Volk, und auch er soll groß werden; aber doch soll sein jüngerer Bruder größer werden, und sein Same wird eine Menge von Völkern sein!

Darüber hinaus setzte sich die Volksmenge zu seinen Füßen. Wie wir bereits festgestellt haben,  wurde Yeshua vom ganzen Volk, auch von den Pharisäern, als Rabbi geachtet. Diese Ehrenbezeichnung wurde in Israel Menschen zuteil, welche ihren Jüngern die Torah lehrten. Das Sitzen „zu den Füßen“ eines Rabbis ist im hebräischen Gedankengut eine Bezeichnung für das Torahstudium. In Apostelgeschichte 22, Vers 3 lesen wir über die Ausbildung von Apostel Saul:

Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsus in Cilicien, aber erzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterrichtet mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz (=Torah), und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.

Auch hier können wir, im Kontext der ganzen Heiligen Schrift, sehr gut die tiefere Bedeutung dieses Berichtes erkennen. Yeshua sammelt die Kranken, die Krüppel und die Unreinen, welche stellvertretend für Israel stehen. Diese legten sich zu seinen Füßen (um die Torah zu empfangen) und wurden geheilt von ihren Gebrechen. Daraufhin priesen diese den Gott Israels. Denn sie hatten erkannt, dass nur der Messias sein Volk von ihren Sünden (=Übertretung der Torah) heilen und zur Buße (= Umkehr von den Sünden) führen kann. Die Krankheiten der Menschen kamen zustande, weil sie die Torah nicht gehalten haben. Im 5. Buch Mose Kapitel 28, Vers 15 und Vers 60-61 lesen wir dazu folgendes:

Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme JHWH, deines Gottes, nicht gehorchst, so dass du nicht beobachtest und tust all seine Gebote und Satzungen, die ich dir heute gebiete, so werden all diese Flüche über dich kommen und dich treffen. Und er wird über dich alle Seuchen Ägyptens bringen, vor welchen du dich fürchtest, und sie werden dir anhaften. Dazu alle Krankheiten und Plagen, die nicht in dem Buch dieser Torah geschrieben sind, wird JHWH über dich kommen lassen, bis du vertilgt sein wirst.

 

Die Wahl der Jünger

Unter den Jüngern Yeshuas waren Männer, die vorher als Fischer gearbeitet haben. Im Matthäus Evangelium Kapitel 4, Vers 18-19 lesen wir:

Als er aber am galiläischen Meer wandelte, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und dessen Bruder Andreas; die warfen das Netz ins Meer, denn sie waren Fischer. Und er spricht zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen!

Im Buch Jeremia lesen wir, dass Gott Fischer senden wird, um sein Volk Israel wieder zu sammeln, Jer. 16, Vers 16:

Seht, ich will viele Fischer senden, spricht JHWH, die sie fischen sollen; darnach will ich viele Jäger senden, die sie jagen sollen von allen Bergen und von allen Hügeln und aus den Felsenklüften.

In der Tat erwählte sich Yeshua Fischer, welche er als Apostel aussandte, um die verlorenen Schafe Israels zu sammeln.

 

Die Fütterung mit den fünf Broten und den zwei Fischen

Wir wissen bereits aus Johannes 1, Vers 14, dass Yeshua das Wort Gottes ist. Er ist die vom Vater gesandte, wandelnde, lebendige Torah, um der Welt ein  Beispiel zu geben, wie man  in Gottes Geboten zu wandeln hat. Im Johannes Evangelium Kapitel 6, Vers 35 sagt der Messias, dass er das Brot des Lebens ist. Das Wort Gottes wird in der Bibel auch durch das Brot versinnbildlicht. Als Yeshua in der Wüste vom Teufel verführt werden sollte, aus Steinen Brot zu machen, antwortete er im Matthäus Evangelium 4 / 4:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht. 

Unser Körper braucht zwar normales Brot zum Leben, doch das Wort Gottes soll uns eine spirituelle Nahrung sein. Wer das Wort Gottes nicht regelmäßig aufnimmt und sich mit der heiligen Schrift befasst, wird spirituell verhungern und läuft Gefahr, eines Tages ganz vom Glauben abzukommen, so wie ein Mensch ohne natürliche Speise nach einer gewissen Zeit den Hungertod sterben wird.

Wir lesen im Matthäus Evangelium Kapitel 6, Vers 11, dass der Vater uns unser tägliches Brot geben möge. Das tägliche bzw. regelmäßige Studium in der Bibel ist von großer Wichtigkeit, um unserem Gott näher zu kommen und zum besseren Verständnis seiner unermesslichen Ratschlüsse. Darüber hinaus ist es natürlich auch sehr wichtig, im beständigen Gebet zu bleiben. Immer wieder forderte Yeshua seine Jünger zum Beten auf, z.B. Im Lukas 18, Vers 1.

Im 1. Thessalonicher Brief Kapitel 5, Vers 17 lesen wir: „Betet ohne Unterlass!“ Im Lukas Evangelium Kapitel 2, Vers 37 lesen wir von einer Witwe,  die Gott mit Fasten und Beten diente, Tag und Nacht. Das Johannes Evangelium berichtet von der Fütterung einer großen Volksmenge. Wir konnten bereits feststellen, dass die Volksmenge, welche sich vor Yeshua niedersetzte (zu seinen Füßen um die Torah zu empfangen) auf das Haus Israel (Nordreich) deutet. Zur Fütterung der Menschen hatte Yeshua fünf Gerstenbrote und zwei Fische, Johannes 6, Vers 9. Die zwei Fische symbolisieren die zwei Häuser Israel, Jerem. 16, Vers16. Die fünf Brote deuten auf die fünf Bücher Mose (die Torah). Im Johannes Evangelium Kapitel 6, Vers 11-13 lesen wir nun folgendes:

Yeshua aber nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den Fischen, soviel sie wollten. Als sie aber gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts umkomme! Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig geblieben waren, welche gegessen hatten.

Yeshua lehrte seinen Jüngern die Torah und die daraus resultierende Frohe Botschaft des Heils. Diese wiederum waren nun dazu aufgerufen, diese Botschaft der ganzen Welt zu verkünden. So lesen wir im Matthäus Kapitel 28, Vers 19-20:

Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und sie halten lehrt alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit.

Nachdem die Jünger das Brot an die Volksmenge austeilten, sammelten sie 12 Körbe voll. Die 12 Körbe deuten auf die Sammlung der 12 Stämme Israels.

Die Heilung des blinden Bartimäus

Markus Evangelium Kapitel 10, Vers 46:

Und sie kamen nach Jericho. Und als er von Jericho auszog samt seinen Jüngern und vielem Volk, saß der Sohn des Timäus, Bartimäus, ein blinder Bettler, am Weg.

Markus Evangelium Kapitel. 10, Vers 51-52:

Und Yeshua hob an und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich wieder sehend werde! Da sprach Yeshua zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen! Und alsbald sah er wieder und folgte Yeshua nach auf dem Weg.

Im Psalm 119, Vers 1 lesen wir:

Wohl denen, deren Weg unsträflich ist, die da wandeln nach der Torah des Herrn!

Der Blinde, welcher wieder sehend gemacht wurde, wandelte fortan auf dem Weg. Das Wandeln auf dem Weg ist im biblischen Kontext  mit dem Wandel in der Torah gleich zu setzen. Bartimäus zeigt, wie die Blindheit Israels (gegenüber der Torah) geheilt wird, und dass das Volk fortan Yeshua auf seinem Weg nachfolgt. Wir wissen bereits, dass Yeshuas Wandel frei von jeder Sünde war.

Vorher heilte Yeshua einen Blind in der Stadt Bethsaida. Der Name Bethsaida bedeutet: Haus des Fisches. Die Fische sind die zwei Häuser Israel. Im Markus Evangelium Kapitel 8, Vers 23-25 lesen wir:

Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn vor das Dorf hinaus, spie ihm in die Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sähe. Und er blickte auf und sprach: Ich sehe die Leute, als sähe ich wandelnde Bäume! Hierauf legte er noch einmal die Hände auf seine Augen und ließ ihn aufblicken; und er wurde wieder hergestellt und sah alles deutlich.

Zwei Sachen sind hier bemerkenswert. Zum einen musste Yeshua dem Mann zweimal die Hände auf die Augen legen. Mit Sicherheit hätte der Messias den Mann auch schon nach dem erstmaligen Handauflegen von seiner Blindheit heilen können. Der Evangelist möchte uns mit diesem Detail eine prophetische Botschaft vermitteln.

Als Yeshua dem Mann die Hand das erste Mal auflegte, konnte er noch nicht klar sehen. Dies deutet auf Yeshuas erstem Erscheinen auf Erden als Mensch, wo er durch seinen Tod die Sühnung für die Sünden erwirkte. Bis heute sieht ein Großteil der Juden nicht, dass Yeshua ihr Messias ist. Das zweite Handauflegen deutet auf Yeshuas Rückkehr als herrschender König auf Zion. Bei seiner Wiederkehr werden sein Volk, und auch der Rest der Welt, endlich klar und deutlich erkennen, dass Yeshua der Sohn Gottes ist.

 

Die Erweckung des Lazarus und die 12 Stämme

Der Name Lazarus ist die griechische Form des hebräischen Namens Eleasar. Dieser Name bedeutet: „Dem Gott hilft, bzw. Dem Gott beisteht“. Dies ist eine Bezeichnung, welche im ersten Testament auch für Israel verwendet wurde. Im Buch Jesaja Kapitel 41, Vers 8 und 14 steht:

Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, mein Auserwählter, du Same Abrahams, meines Freundes; Erschrick nicht, du Würmlein Jakob, du Häuflein Israel; denn ich helfe dir, spricht der Herr, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.

Wir erinnern uns daran, dass Yeshua der Erlöser und der Heilige Israels ist. Im Buch Jesaja 44, Vers 2 lesen wir:

So spricht der Herr, der dich gemacht und gebildet und dir von Mutterleib an geholfen hat: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du Jeschurun, den ich erwählt habe!

Lazarus/Eleasar wird als krank bezeichnet, Johannes Evangelium Kapitel 11, Vers 1:

Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorfe der Maria und ihrer Schwester Martha.

Die Exilanten aus dem Haus Israel wurden ebenfalls aufgrund ihres Ungehorsams als krank bezeichnet, Micha 6, Vers 13:

So will auch ich dich krank schlagen, dich verwüsten um deiner Sünden willen.

Im Johannes Evangelium Kapitel 11, Vers 3 lesen wir:

Da ließen ihm die Schwestern sagen: Herr, siehe, den du lieb hast, der ist krank!

Yeshua liebt sein Volk Israel. Im 5. Mose Kapitel 7, Vers 6-8 steht:

Denn du bist ein dem Herrn, deinem Gott, heiliges Volk; dich hat der Herr, dein Gott, aus allen Völkern, die auf Erden sind, zum Volk des Eigentums erwählt. Nicht darum, weil ihr zahlreicher wäret als alle Völker, hat derHerr Lust zu euch gehabt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern; sondern weil der Herr euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen, darum hat der Herr euch mit mächtiger Hand ausgeführt und dich von dem Diensthause aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, erlöst.

Im Johannes Evangelium Kapitel 11, Vers 3-4 lesen wir, dass die Krankheit nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes sei, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde. Die Verherrlichung des Messias wird endgültig durch die Sammlung der 12 Stämme Israels passieren.

Jesaja 35, Vers 2 und 10:

Sie werden die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unsres Gottes. Die Erlösten des Herrn werden wiederkehren und gen Zion kommen mit Jauchzen.

Jesaja 44, Vers 23:

Frohlocket, ihr Himmel; denn der Herr hat es getan! Jauchzt, ihr Tiefen der Erde! Brechet in Jubel aus, ihr Berge und Wälder samt allen Bäumen, die darin sind! Denn der Herr hat Jakob erlöst, und an Israel verherrlicht er sich.

Jesaja 49, Vers 3: 

Israel, du bist mein Knecht, durch den ich mich verherrliche.

Lazarus wohnte in der Stadt Bethanien (hebr. Bethaniy). Der Name Bethaniy heißt übersetzt Haus (=Beth) des Elends (=Aniy). In den Propheten wurde Israel als „die Kranke“ bzw. „die Elende“ bezeichnet.

Jesaja 51, Vers 21:

Darum, du Elende und Trunkene, aber nicht vom Wein, höre doch das.

Jesaja 54, Vers 11:

Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich lege deine Steine in Bleiglanz und gründe dich mit Saphiren.

Das hebräische Wort für Elende in diesem Vers ist das Wort Aniy.

Yeshua kam also in das Haus der Elenden (Bethaniy) um Eleasar (=dem Gott hilft), welcher krank bzw. tot war, zu heilen. Wie wir anhand dieser Verse bereits gesehen haben, deutet dies auf die Wiederherstellung Israels. Dieses Konzept entfaltet sich auch anhand weiterer Details zu dieser Begebenheit.

Nachdem Yeshua hörte, dass Lazarus krank war, wartete er zwei Tage, bevor er zu ihm ging, Johannes Evangelium 11/6. Im Buch Hosea befinden sich Aufrufe zur Buße für die beiden Häuser Israel und die Verheißung zur Wiederherstellung. In Hosea Kapitel 6, Vers 2 lesen wir:

Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tage wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben.

Die zwei Tage deuten auf die 2000 Jahre, welche zwischen Yeshuas erster Ankunft und seiner noch bevorstehenden Rückkehr als König  liegen, und er die verlorenen Stämme Israels sammeln und wiederherstellen wird. Im zweiten Petrusbrief Kapitel 3, Vers 8 ist  zu lesen:

Dieses eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass ein Tag vor dem  Herrn  ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!

Yeshuas Wiederkunft markiert den Beginn des 1000 jährigen messianischen Friedensreiches auf Erden. Danach kommt die Wiederauferstehung der Toten, welche vor den Richterstuhl des Messias treten müssen.

Schließlich trat Yeshua vor das Grab Lazarus, um ihn von den Toten zu erwecken. Lazarus war zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Felsengrab, welches von einem großen Stein verschlossen war. Yeshua befahl der Menge, den Stein zu verrücken und rief zu Lazarus, dass er aufstehen und rauskommen solle, Johannes Evangelium Kapitel 11, Vers 38-45. Es wurde bereits auf die Totengebeine in Hesekiel 37 eingegangen, welche wieder zum Leben erweckt werden und für das ganze Haus Israel stehen. In diesem Zusammenhang sei hier noch einmal Hesekiel 37, Vers 13 erwähnt:

Und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich eure Gräber auftue und euch, mein Volk, aus euren Gräbern führen werde.

Die Erweckung des Lazarus soll uns zeigen, dass Yeshua als Messias die 12 Stämme Israels, welche in ihrem Exil als krank und tot bezeichnet wurden, sammeln und wiederherstellen wird. So lesen wir auch, dass der Grund für die Auferstehung des Lazarus darin bestand, dass die Menschen glauben mögen, dass Yeshua der Messias ist. Dies geschah dann auch, so lesen wir im Johannes Evangelium Kapitel 11, Vers 45

Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Yeshua getan hatte, glaubten an ihn.

Lazarus hatte zwei Schwestern, Mirjam und Martha. Der Name Mirjam aus dem hebräischen übersetzt bedeutet: “rebellisch” und der Name Martha bedeutet: „sie war rebellisch“. Rein von der Deutung der Namen her ist hier von zwei rebellischen Schwestern die Rede. Im Buch Hesekiel, Kapitel 23, Vers 2-4 lesen wir von zwei Schwestern, welche Hurerei trieben:

Menschensohn, es waren zwei Weiber, Töchter einer Mutter; die trieben Hurerei in Ägypten, in ihrer Jugend hurten sie; daselbst sind ihre Brüste gedrückt und ihre jungfräulichen Busen betastet worden. Die ältere hieß Ohola, und ihre Schwester hieß Oholiba. Diese wurden mein und gebaren Söhne und Töchter. Und dieses waren ihre Namen: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.

Samaria war die Hauptstadt des Nordreiches und Jerusalem die Hauptstadt des Südreiches.

In Hesekiel Kapitel 2, Vers 3 lesen wir von einem rebellischen Volk:

Und er sprach zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern Israel, zu den widerspenstigen Heiden, die sich gegen mich empört haben; sie und ihre Väter haben gegen mich gesündigt bis auf den heutigen Tag.

In der deutschen Übersetzung wurde das Wort “widerspenstig” gewählt. Eine nicht ganz zutreffende Wortwahl. Das hebräische Wort dort ist „marad“, welches in der Strongs Konkordanz mit “rebellisch” übersetzt wird. Sowohl in der englischen King James Version, sowie in der Complete Jewish Bible und The Scriptures, wurde dieses Wort mit rebellious (rebellisch) übersetzt.

Auch hier ist eine klare Verbindung zu den zwei Häusern Israels zu sehen. So lesen wir im Lukas Evangelium 10 / 38-41:

Als sie aber weiterreisten, kam er in ein Dorf; ein Weib aber namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus. Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die setzte sich zu Yeshuas Füßen und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir helfe! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; eins aber ist not. Maria hat den guten Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

Das Haus Juda hat den Bezug zur Torah nie gänzlich verloren, während sich das Nordreich bis zum heutigen Tag in der Zerstreuung befindet. Der gute Teil ist die Lehre und Befolgung von Gottes Wort, in einer Beziehung zum Messias Yeshua.